PRESSEARTIKEL - 2006
„Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe Kyffhäuser Allgemeine vom 26. Oktober 2006
Heldrunger Bauunternehmen Kunze bildet mit den besten Chancen 5 Lehrlinge aus
Um mehr jungen Leuten noch zu einer Ausbildungschance in der Region zu verhelfen, läuft die Lehrstellen-Aktion von Industrie- und Handelskammer und "Thüringer Allgemeine". Für das Bauunternehmen Kunze in Heldrungen ist die Ausbildung bereits seit Jahren "einfach selbstverständlich". Von Petra HELLNER
BALD VOM FACH: Auch Laura Herzen und Stefan Henze starteten in diesem Lehrjahr ihre Beruftsausbildung im Heldrunger Bauunternehmen Hansjörg Kunze GmbH
HELDRUNGEN. Vor 15 Jahren begann Hansjörg Kunze das gleichnamige Bauunternehmen in Oberheldrungen als Zwei-Mann-Team aufzubauen. Im Heldrunger Gewerbegebiet ist der Familienbetrieb um Geschäftsführer Silvio Kunze heute zu finden. 70 Mitarbeiter gehören inzwischen dazu. Und nahezu von Beginn an bildete die Baufirma auch Lehrlinge aus. "Weil wir die Fachkräfte brauchen und wissen, sie sind auf dem neuesten Stand und lernen von der Pike auf", versichert Dachdeckermeisterin Klaudia Kunze. Dass das Bauunternehmen Kunze sich der Verantwortung für die jungen Leute stellt und ausbildet, sei selbstverständlich. Ein Großteil der so bereits fit gemachten 30 Azubis wurde übernommen. "Die Chance übernommen zu werden, hat jeder", bekräftigen Kunzes. Wie auch die drei jüngsten Berufsstarter, die als ausgelernte Maurer dieses Jahr allesamt übernommen wurden und nun hier einen Job haben. Am längsten, schon seit über zehn Jahren, ist übrigens auch einer der ersten Lehrlinge mit im Team - als Dachdecker.
Mit dem nun begonnenen Lehrjahr 2006/2007 erhielten übrigens gleich fünf junge Leute eine Ausbildungschance im Bauunternehmen Kunze. Eine Bürokauffrau, ein Dachdecker, ein Maurer und zwei Bauklempner sammelten neu im ersten Lehrjahr schon erste Erfahrungen. Zu schätzen wissen das angesichts chronisch fehlender Lehrstellen in der Region sicher alle. 66 Bewerbungen hatte beispielsweise auch die künftige Bürokauffrau Laura Herzen (18) aus Sangerhausen auf der Suche vorab geschrieben und verschickt. Im Juni konnte sie sich über den in Heldrungen zugesagten Ausbildungsplatz freuen. Von der Bau- und Geschäfts-Erfahrung der auch auf Denkmal- Sanierung spezialisierten Kunze-Leute, deren Fähigkeiten nicht nur beim Häuslebau in der Region geschätzt werden, können die Lehrlinge unter anderem auch durch Projekte am Weimarer Residenzschloss, der Wilhelmsburg in Schmalkalden oder am Schloss Tiefurt profitieren. Selbst bis nach Salzburg, Potsdam, München oder Belgien wurden die Fachleute schon gerufen.
„Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe Kyffhäuser Allgemeine vom 12. September 2006
Erfolgreich bei gesundem Risiko Silvio Kunze mit dem Unternehmerpreis 2006 des Bundesverbandes mittelständiger Wirtschaft geehrt
Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW), Kreisgeschäftsstelle Nordhausen/Kyffhäuserkreis, zeichnet jedes Jahr einen Geschäftsführer mit dem BVMW-Preis aus, der zu einem gesunden Risiko neigt und dabei sein Unternehmen über Jahre erfolgreich führt. Von Renate RUSCHE
GEFREUT: Stolz nahm Silvio Kunze den Unternehmenspreis 2006 von Volker Beiersdorf (links), Kreis- Gschäftsführer des BVMW entgegen. TA-Foto: B. BERG
HELDRUNGEN. In diesem Jahr fiel die Wahl für den Unternehmenspreis auf den heute 32- jährigen Silvio Kunze. Der junge Mann wurde schon mit 18 Jahren von seinen Eltern als Geschäftsführer des Unternehmens Kunze-Bau in Heldrungen eingesetzt, arbeitete seither Hand in Hand mit Vater Hansjörg Kunze, der als Betriebsleiter fungiert. Einige Jahre später kam auch noch die heute 28-jährige Schwester von Silvio, Klaudia Kunze, in das Unternehmen, die bereits mit 24 Jahren ihren Dachdeckermeister machte und heute diese Sparte erfolgreich führt. Was Vater Hansjörg vor 15 Jahren mit zwei Mann begann, machte vor allem Sohn Silvio zu dem 70 Mann starken Unternehmen, das die Kunze-Bau GmbH in Heldrungen heute darstellt. Der 32-jährige Silvio ging nach seinem Abitur nach Baden-Württemberg, wo er lernte und sich seine erste Sporen verdiente, bevor er das Familienunternehmen Kunze mit seinen innovativen Ideen immer weiter nach vorn trieb. Unter den 70 Mitarbeitern sind heute fünf Frauen und sechs Auszubildende. "Lobenswert ist, dass Geschäftsführer Silio Kunze seine Leute auch bei Engpässen nicht gleich entlässt, sie über die saisonal bedingten Engpässen weiter beschäftigt", lobte Volker Beiersdorf, Kreisgeschäftsführer des BVMW, den Jungunternehmer. Klar hatte Volker Beiersdorf im Vorfeld die Firmen-, Geschäftsbücher und Bankverbindungen genauestens unter die Lupe nehmen lassen. Denn man
wolle ja schließlich nicht heute einen Unternehmer als besonders vorbildlich auszeichnen, der morgen vielleicht schon Insolvenz anmelden muss. Gerade in der Baubranche sei das ja nichts Ungewöhnliches mehr. Bei Silio Kunze ist alles bestens, freute sich Beiersdorf. Und mit ihm Landrat Peter Hengstermann (CDU) und Regina Kirchner, Chefin der Kreiswirtschaftsführung, die persönlich zur Preisverleihung auf dem Firmengelände in Heldrungen erschienen waren. Klar fühlte sich Silvio Kunze von all den Lobreden geehrt und freute sich über den Unternehmerpreis, von dem ja jedes Jahr nur ein einziger vergeben wird. Dennoch wollte er das ganze Lob nicht für sich allein in Anspruch nehmen. "Ohne meine Männer, vor allem die Vorarbeiter, würde ich mutterseelenallein ganz oben an der Spitz der Unternehmenspyramide stehen, könnte kaum etwas bewerkstelligen". Und so erklärte Unternehmer Silvio Kunze im Einklang mit Vater Hansjörg, Mutter und Großmutter, den Tag der Preisverleihung kurzerhand zum Firmenfeiertag. Alle Leute hatten frei, das Büro blieb geschlossen und auf dem Hof flossen Bier, Sekt und Selters in Strömen. Natürlich war auch ausreichend für das leibliche Wohl gesorgt, damit die Kunze-Bauleute am gestrigen Monatg wieder erfolgreich an die Arbeit gehen konnten, die sie inzwischen in ganz Deutschland, Österreich und Belgien ausüben. Vom Keller bis zum Dach liefert man alles aus einer Hand - auch im Denkmalschutz.
Bericht der „Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe: Erfurter Allgemeine vom 25. August 2006
Versicherung zahlt Haus Dacheröden am Tag nach dem Feuer: Ermitteln, aufräumen und den Wiederaufbau vorbereiten
ALARM: Auch Ulrich Knabe rief bei der Feuerwehr an - griff dann aber sofort zur Kamera und dokumentierte akribisch den Brandverlauf.
Die schwarzen Dachsparren ragen in den Himmel, im Keller von Haus Dacheröden steht zehn Zentimeter hoch das Löschwasser. Von den Decken tropft es, die Böden in den drei Dachgeschossen sind durchgebrannt. Von Birgit KUMMER
BEWEIS: Aus den Brandausbruch auf dem Nachbarhaus fotografierte Herr Knabe.
ALTSTADT. Die Ursache für den Brand, der eines der wichtigsten Gebäude der deutschen Klassik schwer beschädigte und einen Millionenschaden verursachte, steht fest. Schweißarbeiten auf dem Dach des Nachbarhauses verursachten das verheerende Feuer, bestätigte die Kripo. Bitumenbahnen seien von einer Dachdeckerfirma mit einem Brenner verschweißt worden. Dabei sei möglicherweise ein glimmendes Stück Dachpappe in den Spalt zwischen beiden Häusern gefallen. Die Dachdecker waren längst im Feierabend, als das Unheil seinen Lauf nahm. Es habe sich zuerst ein Schwelbrand entwickelt, erläutert Feuerwehrchef Dr. Roland Goertz und verweist auf Gase und Dämpfe, die dabei unter das Dach strömten und sich aufheizten. "Was wenige wissen: Schwelbrandgase sind brennbar." Durch die Hitze haben es dann eine plötzliche Durchzündung und die meterhohen Flammen gegeben, die aus dem Gebäude schossen. Auch der dicke gelb-grüne Qualm, der weit über der Stadt sichtbar war, sei darauf zurückzuführen. Im Haus Dacheröden selbst waren aus Denkmalschutzgründen sämtliche Schweißarbeiten während der Rekonstruktion verboten, bestätigt Hochbauamtsleiter Karl Mülders. Für angrenzende Dächer aber galt das Verbot offenbar nicht. Einer der Punkte, über die in der Stadtverwaltung zu reden sein wird. Die gute Nachricht der Statiker: Es besteht keine Einsturzgefahr. Während am Morgen immer wieder Ziegel von den Resten des Daches fielen, waren die Spezialisten schon im Gebäude unterwegs, um die Festigkeit von Giebel und Wänden zu prüfen. Nach den Statikern kamen die Kriminalisten. Und draußen wurde aufgeräumt. Gegen 14 Uhr war der Anger frei von Ziegeln, die Vorbereitungen für den Aufbau eines großen Gerüstes mit kräftigen Netzen begannen. Erst wenn die Sicherheit von Fußgängern und Bahnen gewährleitet ist, kann die Stadtbahn wieder fahren. Gestern mussten tausende Erfurter Umwege und Verspätungen in Kauf nehemn, die Linien 1 und 2 fuhren Umleitungen. Ab heute früh sollen die Bahnen wieder fahren - in der Nacht hatten die Männer der Suhler Gerüstfirma Jafra einen schweißtreibenden Sondereinsatz.
"Es traf das Herzstück der Stadt, aber ein Gebäudeschaden ist reparabel", sagt Bürgermeister Dietrich Hagemann. "Wir bauen das Haus wieder auf". Noch vor dem Winter soll das Dach provisorisch dicht gemacht werden. Mindestens neun Monate Verzug werde es geben. Einiges von der eben abgeschlossenen Rekonstruktion können man hinüber retten, mit vielm müsse man von vorn beginnen, sagt Hochbauamtsleiter Karl Mülders. Schlimm: Auch der Schwamm in dem historischen Haus, der in den zurückliegenden Jahren bekämpft und zurückgedrängt wurde, bekommt nun durch die Feutigkeit wieder Nahrung. Eine erneute Schwammsanierung scheint unabdingbar. Der Feuerwehrchef: "Wir sind schon sehr vorsichtig zu Werke gegangen, weil wir um das wertvolle Gebäude wussten." Aber man braucht Wasser zum Löschen. Noch am Brandabend wurden Wassersauger eingesetzt. Trotzdem seien einige Stuckdecken massiv beschädigt. Die fast abgeschlossene Modernisierung mit neuen Leitungen, Dämmplatten und Wandverkleidungen hat übrigens nach Einschätzung der Experten Schlimmeres verhindert - wäre Haus Dacheröden im Zustand vor der Rekonstruktion gewesen, hätte das Feuer noch schneller um sich gegriffen und wohl dem gesamten Gebäude den Garaus gemacht. Den ganzen Tag kamen Erfurter zur Brandstelle und besahen den Schaden, kopfschüttelnd, traurig. Tränen standen in den Augen von Heidrun Resmer. Gerade aus dem Urlaub zurück, hatte sich die Mitarbeiterin der Kulturdirektion eben noch auf den Einzug der Soziokultur in das schönde Gebäude gefreut. "Und nun dieser Anblick." Die Zeit im Ausweichquartier Reichartstraße wird lang werden. Was den Einsatzkräften bei allem Frust ein kleines Lächeln ins Gesicht zauberte: Das Türmchen auf dem jetzt zerstörten Giebel, für das der Denkmalschutz so strenge Auflagen gemacht hatte, hat das Feuer wie durch ein Wunder überstanden.
„Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe Kyffhäuser Allgemeine vom 31. Mai 2006
Jubiläum an der Schmücke
Vor 15 Jahren legte Hansjörg Kunze den Grundstein für eine erbauliche Erfolgsgeschichte
Vor 15 Jahren legte der Dachdecker- und Maurermeister Hansjörg Kunze in Oberheldrungen den Grundstein für sein Bauunternehmen. Zu zweit mit altem Lkw ging es damals auf Tour. Eine Erfolgsgeschichte mit Sachverstand und Augenmaß begann. Jetzt wurde mit 70 Beschäftigten und vielen Gästen in Heldrungen Jubiläum gefeiert.
VOM FACH: Am geschichtsträchtigen Haus Dacheröden am Erfurter Anger sanieren die Denkmal-Spezialisten vom Kunze Bauunternehmen aus Heldrungen derzeit. Der versierte Bibermeister Alexander Günther aus Oldisleben steigt hier aufs Dach. TA-Fotos (2): M. KNEISE
Dank an alle Lesereporter Zahlreiche Fotos vom Großbrand am Haus Dacheröden erreichten die Thüringer Allgemeine am Mittwoch und Donnerstag als Mail oder Foto-MMS. Eine Auswahl von Aufnahmen veröffentlichen wir auf dieser Seite und in einer speziellen Diaschau im Internet. Herzlichen Dank allen, die als Leserreporter den Journalisten während der Berichterstattung zum Brand von Haus Dacheröden unter die Arme griffen . . .
PERSPEKTIVE 1: Auch vom Wiesenhügel wie Thomas Dietrich festhielt, war die Rauchsäule zu sehen.
PERSPEKTIVE 2: Daniel Fiedler beobachtet - wie einige Passanten - aus der Neuwerkstadt den Brand.
PUZZLE: Die Ermittler der Polizei untersuchten  über mehrere Stunden am Brandort die verbliebene Substanz nach Hinweisen auf die Ursache.
GEFAHR: Gestern flogen immer wieder Ziegeln auf die Straße, Auch wenn viele Leute sich beschwerten, die Absperrung war immer noch nötig.
Die Versicherung zahlt, verkündete gestern der Bürgermeister erleichtert. Näheres verrät Bernd Becker, Direktor der Sparkassenversicherung, im Gespräch mit der TA. Mehr als 1,3 Millionen Euro wurden in den vergangenen Monaten in das Haus Dacheröden investiert. Der Großteil offenbar vergeblich. Nach dem Feuer vom Mittwoch ist nicht nur der Dachstuhl hin, das Gebäude hat auch innen immensen Schaden genommen. Stehen Sie zu Ihrer Zusage? Ja, die Abwicklung des Schadensfalls wird nicht zu Lasten der Stadt gehen. Wir sind seit vielen Jahren der "Haus-und Hof- Versicherer" der Stadt Erfurt, wir haben in Thüringen 80 Prozent der Kommunen versichert. Was passiert jetzt? Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest, mit Zahlen ist erst Anfang nächster Woche zu rechnen. Wir schauen, was sich aus der Haftung ergibt. Die Polizei hat gestern ihre Erkenntnisse öffentlich gemacht und wir klären am Freitag, wo und wie der Verursacher versichert ist. Im schlimmsten Fall auch bei uns. Wie geht eine Versicherung mit einem solchen Ereignis um? Sie bearbeitet den Schaden umgehend. Die Sparkassenversicherung versucht außerdem, prophylaktisch zu arbeiten und solche Ereignisse im Vorfeld zu verhindern. Wir haben aus dem Brand der Anna Amalia-Bibliothek gelernt, da waren wir Gottseidank nicht die Versicherer. Was haben Síe unternommen? Wir hatten der Stadt Erfurt angeboten, eine Risikoanalyse für wertvolle historische Gebäude zu erstellen. Die Stadtkämmerin Frau Pablich ist sofort auf unseren Vorschlag eingegangen.
Was wurde untersucht? Bisher zwölf Museen, das Rathaus, die Bibliothek am Domplatz, das Stadtarchiv. Leitungen, Schaltkästen, andere Risikofaktoren. Ein großes Lob an die Stadt, es wurde sofort mit der Beseitigung der Mängel begonnen. Haus Dacheröden war nicht dabei? Nein, das war ja schon mitten in der Modernisierung. Beim Umbau wurde auch eine moderne Brandmeldeanlage installiert. Die war aber wegen der Bauarbeiten noch nicht in Betrieb. Sie war gedacht für die Zukunft nach der Inbetriebnahme des Hauses. Da der elektrische Teil der Rekonstruktion noch nicht abgeschlossen war, gab es auch noch keine Verbindung zur Leitstelle. Pech also, aber da ist niemandem ein Vorwurf zu machen. Und das behindert auch nicht die Schadensregulierung. Sie waren schon am Brand-Abend auf dem Anger und gestern erneut. Wollten Sie schauen, wie teuer der Fall wird? Nein. Ich bin auch Mitglied im Landesfeuerwehrverband. Man fiebert mit den Feuerwehrleuten mit und leidet mit dem brennenden Haus. Gespräch: Birgit KUMMER
Höhe des Schadens steht noch nicht fest
Bericht aus der „Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe: Erfurter Allgemeine vom 24. August 2006
Alles umsonst Ein Feuer zerstörte gestern Abend den gerade erst neu aufgebauten Dachstuhl des Hauses Dacheröden. Es ist das schönste Haus der Stadt. Im November sollten nach der Sanierung wieder Vereine einziehen. Gestern zerstörten Flammen die Hoffnung. Von Casjen CARL
ERFURT. "Hier riechts, als ob es brennt." als Erfurts-Feuerwehr-Chef Roland Goerz kurz vor 19 Uhr diesen Satz beim Einkaufen im Forum 1 zu seiner Frau sagt, ahnt er nicht, welcher Einsatz ihm bervor steht. Es ist das Haus Dacheröden. Aus dem Dachstuhl quillt dicker Rauch. Juri Rockel, der in der Wohnscheibe gegenüber zu Besuch ist, schaut von Sirenen aufgeschreckt auf die Dächerlandschaft. "Zuerst habe ich Flammen aus dem kleineren Haus daneben gesehen", schilderte er seine Beobachtungen. Da sind schon die ersten Löschtrupps der Feuerwehr im Haus, um den Brand im obersten der drei Dachböden zu bekämpfen. Ein Rechtsanwalt hatte 18.47 Uhr die Polizei informiert, fünf Minuten später sind die ersten Feuerwehren auf dem hinteren Anger. Die Polizei hat Mühe die Schaulustigen abzudrängen. "Das ist gefährlich, wenn durch das Feuer die Dachziegel platzen und herunterfallen", versucht es Einsatzleiterin Sandra Kaiser mit Argumenten. Der größten Sorge ist sie jedoch zu dem Zeitpunkt schon ledig. Im Haus und auch im benachbarten sind keine Menschen. Das verletzte Sprunggelenk eines Feuerwehrmannes ist der einzige Schaden, den ein Mensch bei dem Brand erleidet. Insgesamt sind 150 Feuerwehrleute gleichzeitig daran, die Flamme zu löschen. Neben der Berufsfeuerwehr sind auch Freiwillige Feuerwehren aus Ilverhofen, Melchendorf und Dittelstedt auf dem Anger. Andere übernehmen die Bereitschaft für den Rest der Stadt.
Das Haus Dacheröden! Diese Worte sind als Seufzer oft zu hören. Das Haus war in den vergangenen Monaten Stadtgespräch. Im November war es mit einer imposanten Gerüstkonstruktion als zweitem Dach versehen worden. Erst vor wenigen Tagen waren die Hüllen gefallen und gaben die frisch sanierte Fassade und das mit Biberschwänzen gedeckte Dach frei. "In Dach und Fassade sind 1,35 Millionen Euro investiert worden", berichtet der Bauleiter Karl-Heinz Siegl. "Ich hatte mich so gefreut, es sollte das erste Haus sein, das in meiner Amtszeit ..." Dem Kulturbeigeordneten Karl-Heinz Kindervater fehlen die Worte. Bürgermeister Dietrich Hagemann steht im weißen Hemd im abgesperrten Bereich und informiert nach einem Gang mit der Feuerwehr durch das Haus: "Alle drei Böden sind durch, auch unten tropft es schon." Kenner des Hauses Dacheröden bangen vor allem um die Stuckdecken in den Salons. Glück im Unglück: Wegen der Bauarbeiten ist das Gebäude fast leergeräumt, Kunstgüter oder ähnlich wertvolles Inventar befindet sich nicht im Haus. Mit Angaben zu den Ursachen hält sich die Feuerwehr noch zurück. Das Wort Schweißarbeiten die Runde. Bis in die Nacht hinein sind Sirenen zu hören. Mit einer Wärmebildkamera stellen die Suchtrupps Glutnestern nach. Über der Innenstadt liegt kalter Rauch.
HANDARBEIT: Feuerwehrleute suchten unter den Ziegeln nach Glutnestern.
DRINK: Während die Feuerwehrleute schwitzen, erfrischen sich Schaulustige mit kühlen Getränken.
LOCH: Das Nachbardach ist auch stark beschädigt.
Geschichte des Hauses Dacheröden 13. Jh. erste Vorgängerbauten aus Holz und Stein 1557 Heinrich Vasoldt, Besitzer des Hauses "Zum güldenden Hecht", Anger Nr. 38, lässt das Haus "Zum neuen Schiff" Nr. 37 umbauen. Auf ihn gehen das Renaissanceportal und der Erker zurück. 1774 Carl Freidrich von Dacheröden zieht mit seinen Kindern Ernst und Caroline in die Nr. 37. Das Haus wird Treffpunkt Gelhrter, Schriftsteller und Künstler wie Goethe, Schiller, Dalberg, Gneisenau 1833 Sebastian Lucius schafft eine Zwischenverbindung und lässte die beiden Häuser damit zu einem Wohn- und Produktionsgebäude verschmelzen 1928 Renovierung. 1956 Restaurierung. 1986 - 1991 Rekonstruktion Vorderhaus 1992 Übernahme durch die Stadtverwaltung. Seither Nutzung als Kulturforum Haus Dacheröden Ende 2005 Start umfassender Sanierungsarbeiten
Bericht aus der „Thüringer Allgemeine“ vom 24. August 2006
Feuer zerstört Haus Dacheröden
Ein Großfeuer hat gestern Abend im Zentrum von Erfurt im Zentrum von Erfurt das Gebäude des historischen Hauses "Dacheröden" schwer beschädigt und vor allem den erst kurz zuvor aufwendig sanierten Dachstuhl völlig zerstört.
Polizei vermutet Schweißarbeiten als Ursache des Millionenschadens ERFURT (TA). Das altehrwürdige Bürgerhaus am Anger wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Flammen, die auch auf ein Nebengebäude übergriffen, richteten im Dachstuhl des historisch wertvollen Hauses "Dacheröden" beträchtlichen Schaden an. Er soll nach ersten Schätzungen mehrere Millionen betragen. Das Tragische dabei: Das Gebäude wird gerade erst für über 1,3 Millionen Euro restauriert. In einigen Wochen sollte es in neuer Pracht übergeben werden. Kurz vor 19 Uhr rückten mehrere Feuerwehren an. Sie waren unmittelbar zuvor aus dem benachbarten Büro eines Anwalts gerufen wurden. Unter Aufbietung aller Kräfte und mit spezieller Technik versuchten sie, die verheerenden Flammen einzudämmen und möglichst viele Bereiche des Gebäudes noch zu retten. Als sie kanpp nach zwei Stunden das Feuer unter Kontrolle hatten, pumpten sie das Löschwasser ab, das die unteren Bereich gefährtete. Über die Ursachen des Brandes lagen zunächst zwar noch keine eindeutigen Erkenntnisse vor. Nach ersten Vermutungen der Polizei könnte das Feuer jedoch durch Schweißarbeiten bei den gegenwärtigen Sanierungsmaßnahmen im Dachgbereich ausgelöst worden sein. Der prachtvolle Renaissance-Bau ist nach dem Freiherrn von Dacheröden benannt, der ihn Ende des 18. Jahrhunderts zu einer Stätte des geistigen und kulturellen Austauschs - u.a. mit Goethe, Schiller und den Gebrüdern Humboldt - profilierte.
Über Erfurt lagen gestern Abend Rauch und Brandgeruch. 150 Feuerwehrleuten gelang es zwar, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Aber der Schaden ist noch nicht zu beziffern. Das Haus Dacheröden wurde ein Raub der Flammen, auch Nebengebäude sind schwer beschädigt. Nach ersten Erkenntnissen könnte das Feuer durch Schweißarbeiten ausgelöst worden sein. Das Haus wird gerade restauriert. Cajen CARL dokumentiert den Ablauf.
18.48 Uhr Bei der Feuerwehr geht der Anfruf eines Rechtsanwaltes ein, der aus seinem Büro sieht, dass der Dachstuhl brennt. Wenig später sind Feuerwehr und Polizei da. 18.55 Uhr Weil die Fahrdrähte der Straßenbahn die Arbeit behindern, wird der Strom abgeschaltet, die Leitung geerdet. 19.12 Uhr Eine Drehleiter fährt aus. 19.21 Uhr Es fallen massenhaft Dachziegeln herab, die Polizei erweitert die Absperrung, Es haben sich viele Schaulustige versammelt. Ein Mann mit einem Kind entgeht nur knapp einem Ziegel. 19.22 Uhr Ein Ziegel trifft den Löschwasserschlauch, vor dem Haus entsteht eine Wasserfontäne. 19.25 Uhr Hohe Flammen trifft den Löschwasserschlauch, vor dem Haus entsteht eine Wasserfontäne. 19.25 Uhr Hohe Flammen schlagen aus dem Dachstuhl. Die Feuerwehr versucht das Übergreifen auf das Nachbarhaus zu verhindern., schaffte es aber nicht. 19.28 Uhr Der für die Sicherheit zuständige Bürgermeister Dietrich Hagemann trifft ein: "Eine Schande, der Dachstuhl ist hin." 19.30 Uhr Feuerwehrchef Roland Goertz kommt, er leitet den Einsatz. 19.39 Uhr Die Drehleiter senkt sich zunächst ab, von innen wird weiter gelöscht. 19.47 Uhr Schaulustige werden von der Polizei weggedrängt, im benachbarten Café verfolgen sie die Löscharbeiten. 19.52 Uhr Es fallen noch immer Dachziegel, ein Feuerwehrmann wird getroffen, nicht ernsthaft verletzt.
19.55 Uhr Der Bauleiter berichtet, dass die Rekonstruktion fast abgeschlossen war. Im Oktober sollte das Büro des Filmfestivals "Goldener Spatz" einziehen. 20.00 Uhr Die Feuerwehrleute sind erschöpft, die Ablösung rückt an. 20.08 Uhr Ein Feuerwehrmann nimmt im Dachstuhl Ziegeln ab, es schießen immer noch Flammen. 20.17 Uhr Zum ersten Mal sind unten keine Flamme mehr zu sehen. 20.30 Uhr Der Brand ist unter Kontrolle.
Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft „An der Schmücke“ vom 21. Juli 2006 Mit dem Bauunternehmen gefeiert
Das Geschehen in unserer Stadt war am 26. Mai durch das 15-jährige Bestehen des örtlichen Bauunternehmens Hansjörg Kunze GmbH bestimmt. Zum Tag der offenen Tür kamen über 500 Besucher auf das Firmengelände im Gewerbegebiet "An der Schmücke". Bürgermeister Norbert Enke erwähnt, dass dieser Tag auch ihn mit Stolz erfülle. Er gratulierte dem Ehepaar Kunze und ihren Mitarbeitern für ihre Weitsicht, Mut und Initiative. Nicht nur der Bürgermeister sondern auch die anderen Besucher hoffen, dass die Erwartungen des Bauunternehmens auch in Zukunft in Erfüllung gehen.
Die Stunden gestalteten sich auch zu einem kulturellen Erlebnis. Der evangelische Kindergarten bot ein kleines Programm. Auch der Chor der Senioren aus Oldisleben erfreute mit seinen Darbietungen. Fanfarenzüge übermittelten ihre Grüße und Wünsche auf ihre Art. Hansjörg und Klaudia Kunze bedankten sich in ihren Gesprächen immer wieder für die Aufgeschlossenheit aller Mitwirkenden, Sponsoren und Besucher. Gäste dieses Tages brachten immer wieder zum Ausdruck, dass sie sich freuen, wenn die gute Entwicklung fortgesetzt wird.
Heimat-Journal vom 6. Juni 2006 15-jähriges Firmenjubiläum
Heldrungen - Das Bauunternehmen Kunze aus Heldrungen hatte am 26. Mai zur großen Hausmesse eingeladen. Anlass war das 15-jährige Firmenjubiläum des Unternehmens, welches insgesamt 70 Mitarbeiter beschäftigt, bundesweit auf verschiedenen Baustelle. Die Firma Kunze präsentierte sich u.a. durch Bilddokumentation der zahlreichen Referenzobjekte, saniert Alt- und Neubauten. Es gab eine Ausstellung und Beratung, gestaltet durch Lieferanten der Bauindustrie, alles rund um den "Hausbau". Den ca. 500 Besuchern wurden in individuellen Gesprächen und Vorführungen die neuesten Produkte über alternative Energiegewinnung wie z.B. Solaranlagen sowie Putz- und Dachsystemen präsentiert. Den weitesten Anfahrtsweg hatte ein Besucher aus Stuttgart, Baden-Württemberg, er war gern der Einladung der Fa. Kunze gefolgt. Einige Mutige konnten im Kran in luftiger Höhe über das Firmengelände schweben. Besonders gut besucht war auch das Gesundheitsmobil der IKK. Der evang. Kindergarten Heldrungen führte ein buntes Programm auf, welches allen Zuschauern viel Freude bereitete. Ein besonderer Höhepunkt war der Aufmarsch von 3 Fanfarenzügen, der "Heldrunger", der "Schmücke" und als besondere Überraschung der Zug aus Großjena. Im Zelt konnte man bei Kaffee und von Mitarbeiterinnen gebackenen Kuchen sowie musikalischer Unterhaltung verweilen Zu vollster Zufriedenheit konnten alle Beteiligten am Nachmittag feststellen, dass es ein gelungenes Fest war. Wir bedanken uns bei den zahlreichen Sponsoren, der Erlös wird an eine öffentliche Kindereinrichtung gespendet.
HELDRUNGEN(ph). 1991 war es, als Hansjörg Kunze den Schritt in die Selbstständigkeit anpackte. Als Duo begann der kleine Privatbetrieb. Mit Dachdeckaufzug und altem Mercedes-Lkw rollte der Dachdecker- und Maurermeister zu den Baustellen, um Schornsteine und Schornsteinköpfe zu sanieren. Das kleine Unternehmen wuchs schnell. Im Heldrunger Gewerbegebiet an der Schmücke wurde in eigener Sache gebaut. 1993 war Einzug und Gründung der Bauunternehmen Hansjörg Kunze GmbH - gleichfalls als reiner Familienbetrieb. Zwei Jahre, nachdem der heutige Senior mit der Betriebsgründung loslegte, zählten schon 16 Mitarbeiter dazu. Zu den Schornsteinen kamen Dach-, Umbau- und Putzarbeiten. Zum 15-jährigen Bestehen gehören nun rund 70 Mitarbeiter, das längst zum Bauunternehmen, zum bedeutsamen Arbeitgeber wuchs. Die Geschäftsführung übernahm Sohnemann Bauingenieur Silvio Kunze (32), während der Senior als Betriebsleiter fungiert. Auch Tochter Klaudia (28) stieg voll in die Firma ein. Nach kaufmännischer Ausbildung im Betrieb erlernte sie ihren Wunschberuf und wurde Dachdeckerin, schaffte bereits mit 24 den Meistertitel des Dachdeckerhandwerks. Zufrieden mit der guten Entwicklung ihres Betriebes sind nicht nur vier Kunzes. 65 Männer und Frauen haben hier einen sicheren Arbeitsplatz gefunden. Jede Bürokraft verfügt über einen modernen Computerarbeitsplatz. Vier junge Männer erlernen derzeit die Berufe eines Maurers oder Dachdeckers. Jedes Jahr nehmen mittlerweile zwei, drei Lehrlinge ihre Ausbildung auf.
Erweitert hat sich stetig das Firmenprofil. Neben bisherigen Leistungsangeboten haben sich die Kunzes inzwischen auf die Sanierung von denkmalgeschützten Bauwerken spezialisiert. Besonders stolz sind sie auf Aufträge, die sie am Weimarer Residenzschloss, am Schloss Tiefurt, Wilhelmsburg in Schmalkalden oder am Haus Dachröden Erfurt ausführten. In der näheren Umgebung waren Mitarbeiter aus dem Hause Kunze unter anderem auf der Wasserburg Heldrungen, auf dem Pulverturm in Kindelbrück und auf dem Kirchturm in Nausitz anzutreffen. Zurzeit werden 30 Baustellen gezählt, davon sind zwei Drittel solche Großobjekte. Mit einem Drittel Anteil wird auch Privatkunden nicht minder Aufmerksamkeit geschenkt. So sind derzeit vier Einfamilienhäuser in Oldisleben, Oberheldrungen, Weimar und München in Bau. In Salzburg, Rosenheim im Chiemgau, München, Husum, Belgien, Stuttgart, Chemnitz, Potsdam und, und, und waren Kunze- Bauleute in den Vorjahren zu finden. Zum Jubiläum waren aber allesamt in Heldrungen. Viele Gäste kamen zum Firmenjubiläum, mit großer Hausmesse, Bilddokumentation zu Referenzobjekten, Beratung für Maurer-, Putz-, Dachdecker- und Zimmererarbeiten im Alt- und Neubau, fuhren mit dem Kran in luftiger Höhe. Die Jüngsten hatten in der Kinderecke mit der Hüpfburg viel Spaß, freuten sich über tolle Los-Preise. Viele Dankesworte gingen an die Mitarbeiter, treuen Kunden und Geschäftspartner. Und natürlich wird auf gute Zusammenarbeit gebaut.
MIT   FORMAT:   Das   Bauunternehmen   Kunze   besteht   seit 15   Jahren.   Vom   70-köpfigen   Team   des   Familienbetriebes ist natürlich immer ein Großteil auf dem Bau unterwegs.
Mitteldeutsche Zeitung / Ausgabe Sangerhausen vom 27. Mai 2006 Denkmale statt rauchende Schlote Bauunternehmen begeht Jubiläum - Spezialbetrieb für Sanierungen - 70 Mitarbeiter in Lohn
Von Peter LINDNER Heldrungen/MZ. Im thüringischen Oberheldrungen begann alles. Da hatte sich am 1. April 1991 der Dachdecker- und Maurermeister Hansjörg Kunze mit einem Mitarbeiter selbständig gemacht. Mit einem klapprigen Lkw und einem Dachdeckeraufzug stand dem Existenzgründer eher eine bescheidene Technik zu Verfügung. Das tat dem Engagement des Unternehmens keinen Abbruch. "Das war mein Wunschberuf." KLAUDIA KUNZE DACHDECKERMEISTERIN Wenn es um wichtige Pläne geht, dann schaut auch Mutter Silvia Kunze ihrem Nachwuchs Silvio und Klaudia über die Schulter. Mit der Sanierung von Schornsteinköpfen und Schornsteinen begann sich der kleine Betrieb einen Namen zu machen. 1993 war Kunze soweit, eine GmbH zu gründen und das Geschäftsfeld zu erweitern. Zur Schornsteinsanierung kamen Dach-. Umbau- und Putzarbeiten hinzu, das Familienunternehmen hatte 16 Mitarbeiter. Mit dem Umzug ins Heldrunger Gewerbegebiet "An der Schmücke" begann ein neues Kapitel der Firmengeschichte. Nach den eher bescheidenen Anfängen haben die Kunzes nun schon 70 Mitarbeiter und zählen damit im Kyffhäuserkreis zu den größten Arbeitgebern in der Region. Die Geschäftsführung hat inzwischen Sohnemann Silvio Kunze übernommen. Der "Alte" bringt seine Erfahrungen als Betriebsleiter ein. Der 32-jährige Juniorchef hat seinen Abschluss als Bauingenieur in der Tasche, und Schwester Klaudia ist
inzwischen ebenfalls in den Betrieb eingestiegen. Die 28-Jährige kommt vom Fach. Nach der Dachdeckerlehre - "Das war mein Wunschberuf", sagt die junge Frau - hat sie noch ihren Meister gemacht. Inzwischen ist das Bauunternehmen nicht nur in der Region bekannt. Auf einer Karte auf dem Flur im "Hauptquartier" Gewerbegebiet sind Referenzobjekte in ganz Deutschland ausgewiesen. Von München nach Bremen. einen Namen haben sich die Kunzes inzwischen als Spezialbetrieb für die Sanierung denkmalgeschützter Bauwerke gemacht. Davon künden das Weimarer Residenzschloss, der Pulverturm von Kindelbrück, das Schloss Tiefurt oder die Wilhelmsburg in Schmalkalden. Zurzeit sind Mitarbeiter des Heldrunger Bauunternehmens auf 30 Baustellen im gesamten Bundesgebiet "zu Hause". MZ-Foto: Peter Lindner
Super gemacht Chef-Assistentin Doreen Ihlau behauptet sich im Deutschland-Finale der besten Sekretärinnen
Zeit-Managerin, das ist sie - und noch viel mehr. Doreen Ihlau trat in den Wettstreit mit Deutschlands besten Sekretärinnen, hatte Spaß dabei und war auch in Hamburg super flink, kreativ und gut. Von Petra HELLNER
HELDRUNGEN. So viel Wirbel um ihre Person ist ihr gar nicht recht. Sie macht einfach ihre Arbeit und das gut. Vor acht Jahren begann Doreen Ihlau nach dem Fachabitur ihre Lehre zur Bürokauffrau im Bauunternehmen Kunze GmbH. Dort managt sie auch heute das Büro - als Assistentin der Geschäftsleitung. Eine Anzeige in der "Thüringer Allgemeine" hatte zunächst Kollegen und den Chef auf die Idee gebracht. Nach der besten Sekretärin Deutschlands wurde dort gesucht. "Mach doch mit", wurde zugeredet. Und schwupps war die Oldislebenerin dabei. Und wie - sie schrieb und sprach sich bis zum großen Wettbewerbs-Finale in Hamburg durch. Hier gingen die zehn Besten ins Rennen und stellten das Klischee der jungen Vorzimmerdame, die ihrem Chef stets Kaffee kochen und Dokumente kopieren muss, gehörig in den Schatten - Als Office- Managerin, gute Seele der Firma, eben als moderne Sekretärin. Das ist Anliegen des von der Büroartikelmarke Leitz initiierten bundesweiten Wettbewerbs "Beste Sekretärin Deutschlands gesucht". "Wir wollen zeigen, dass Assistentinnen und Sekretärinnen eine tolle Arbeit erledigen, die oft nicht ausreichend geschätzt wird", erklärt Ard-Jen Spijkervet, Regional Marketing Director Tentraleuropa Leitz. Mit Fremdsprachenkenntnissen, gutem Allgemeinwissen aus Wirtschaft, Kultur, Politik, Gesellschaft wusste dabei im Finale auch Doreen Ihlau zu überzeugen.
Abheftübungen in vorgegebener Zeit, Übersetzung aus dem und ins Englische waren ebenso gefragt (und keine Hürde) wie Improvisationstalent und Schnelligkeit. Da war ein Vertreter nett, aber bestimmt aus dem Büro hinaus zu bitten, ein Geschenk samt Glückwunschkarte in letzter Sekunde zu basteln. Tempo und Kreativität waren gefragt. Zum großem Moment fuhr Kollegin Susanne Schröder zur Rückenstärkung mit und freute sich wie das Kunze-Team in Heldrungen. Achtbeste Sekretärin Deutschlands ist Doreen Ihlau. "Es war schon eine schöne Anerkennung, wenn man sieht, dass man es geschafft hat, unter den die besten Zehn zu kommen", sagt die 26-Jährige, die längst wieder im Büro an ihrem Schreibtisch sitzt und ihre Arbeit gewohnt gut erledigt, organisiert, Baustellen von der Zentrale aus betreut. Derzeit wegen des Töchterchens noch in Teilzeit. Sich selbst zu beurteilen sei allerdings nicht ihr Fall, sagt sie, das sei doch schließlich Aufgabe anderer. Glückwünsche gab´s in Heldrungen im Bauunternehmen längst vielfach, auch von Gesellschafterin Klaudia Kunze mit dem Kompliment: "Wir wissen schon, was wir haben". Das weiß auch die Familie in Oldisleben längst. Töchterchen Angelina wurde gestern ein Jahr alt und bald erfüllt sich ein weiterer Traum. Im Juni läuten die Hochzeitsglocken in Oldisleben.
PRESSEARTIKEL - 2006
„Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe Kyffhäuser Allgemeine vom 26. Oktober 2006
Heldrunger Bauunternehmen Kunze bildet mit den besten Chancen 5 Lehrlinge aus
Um mehr jungen Leuten noch zu einer Ausbildungschance in der Region zu verhelfen, läuft die Lehrstellen-Aktion von Industrie- und Handelskammer und "Thüringer Allgemeine". Für das Bauunternehmen Kunze in Heldrungen ist die Ausbildung bereits seit Jahren "einfach selbstverständlich". Von Petra HELLNER
BALD VOM FACH: Auch Laura Herzen und Stefan Henze starteten in diesem Lehrjahr ihre Beruftsausbildung im Heldrunger Bauunternehmen Hansjörg Kunze GmbH
HELDRUNGEN. Vor 15 Jahren begann Hansjörg Kunze das gleichnamige Bauunternehmen in Oberheldrungen als Zwei-Mann-Team aufzubauen. Im Heldrunger Gewerbegebiet ist der Familienbetrieb um Geschäftsführer Silvio Kunze heute zu finden. 70 Mitarbeiter gehören inzwischen dazu. Und nahezu von Beginn an bildete die Baufirma auch Lehrlinge aus. "Weil wir die Fachkräfte brauchen und wissen, sie sind auf dem neuesten Stand und lernen von der Pike auf", versichert Dachdeckermeisterin Klaudia Kunze. Dass das Bauunternehmen Kunze sich der Verantwortung für die jungen Leute stellt und ausbildet, sei selbstverständlich. Ein Großteil der so bereits fit gemachten 30 Azubis wurde übernommen. "Die Chance übernommen zu werden, hat jeder", bekräftigen Kunzes. Wie auch die drei jüngsten Berufsstarter, die als ausgelernte Maurer dieses Jahr allesamt übernommen wurden und nun hier einen Job haben. Am längsten, schon seit über zehn Jahren, ist übrigens auch einer der ersten Lehrlinge mit im Team - als Dachdecker. Mit dem nun begonnenen Lehrjahr 2006/2007 erhielten übrigens
gleich fünf junge Leute eine Ausbildungschance im Bauunternehmen Kunze. Eine Bürokauffrau, ein Dachdecker, ein Maurer und zwei Bauklempner sammelten neu im ersten Lehrjahr schon erste Erfahrungen. Zu schätzen wissen das angesichts chronisch fehlender Lehrstellen in der Region sicher alle. 66 Bewerbungen hatte beispielsweise auch die künftige Bürokauffrau Laura Herzen (18) aus Sangerhausen auf der Suche vorab geschrieben und verschickt. Im Juni konnte sie sich über den in Heldrungen zugesagten Ausbildungsplatz freuen. Von der Bau- und Geschäfts-Erfahrung der auch auf Denkmal- Sanierung spezialisierten Kunze-Leute, deren Fähigkeiten nicht nur beim Häuslebau in der Region geschätzt werden, können die Lehrlinge unter anderem auch durch Projekte am Weimarer Residenzschloss, der Wilhelmsburg in Schmalkalden oder am Schloss Tiefurt profitieren. Selbst bis nach Salzburg, Potsdam, München oder Belgien wurden die Fachleute schon gerufen.
„Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe Kyffhäuser Allgemeine vom 12. September 2006
Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW), Kreisgeschäftsstelle Nordhausen/Kyffhäuserkreis, zeichnet jedes Jahr einen Geschäftsführer mit dem BVMW-Preis aus, der zu einem gesunden Risiko neigt und dabei sein Unternehmen über Jahre erfolgreich führt. Von Renate RUSCHE
GEFREUT: Stolz nahm Silvio Kunze den Unternehmenspreis 2006 von Volker Beiersdorf (links), Kreis- Gschäftsführer des BVMW entgegen. TA-Foto: B. BERG
Erfolgreich bei gesundem Risiko Silvio Kunze mit dem Unternehmerpreis 2006 des Bundesverbandes mittelständiger Wirtschaft geehrt
HELDRUNGEN. In diesem Jahr fiel die Wahl für den Unternehmenspreis auf den heute 32-jährigen Silvio Kunze. Der junge Mann wurde schon mit 18 Jahren von seinen Eltern als Geschäftsführer des Unternehmens Kunze-Bau in Heldrungen eingesetzt, arbeitete seither Hand in Hand mit Vater Hansjörg Kunze, der als Betriebsleiter fungiert. Einige Jahre später kam auch noch die heute 28-jährige Schwester von Silvio, Klaudia Kunze, in das Unternehmen, die bereits mit 24 Jahren ihren Dachdeckermeister machte und heute diese Sparte erfolgreich führt. Was Vater Hansjörg vor 15 Jahren mit zwei Mann begann, machte vor allem Sohn Silvio zu dem 70 Mann starken Unternehmen, das die Kunze-Bau GmbH in Heldrungen heute darstellt. Der 32-jährige Silvio ging nach seinem Abitur nach Baden-Württemberg, wo er lernte und sich seine erste Sporen verdiente, bevor er das Familienunternehmen Kunze mit seinen innovativen Ideen immer weiter nach vorn trieb. Unter den 70 Mitarbeitern sind heute fünf Frauen und sechs Auszubildende. "Lobenswert ist, dass Geschäftsführer Silio Kunze seine Leute auch bei Engpässen nicht gleich entlässt, sie über die saisonal bedingten Engpässen weiter beschäftigt", lobte Volker Beiersdorf, Kreisgeschäftsführer des BVMW, den Jungunternehmer. Klar hatte Volker Beiersdorf im Vorfeld die Firmen-, Geschäftsbücher und Bankverbindungen genauestens unter die Lupe nehmen lassen. Denn man wolle ja schließlich nicht heute einen Unternehmer als besonders vorbildlich auszeichnen, der morgen vielleicht schon Insolvenz anmelden muss. Gerade in
der Baubranche sei das ja nichts Ungewöhnliches mehr. Bei Silio Kunze ist alles bestens, freute sich Beiersdorf. Und mit ihm Landrat Peter Hengstermann (CDU) und Regina Kirchner, Chefin der Kreiswirtschaftsführung, die persönlich zur Preisverleihung auf dem Firmengelände in Heldrungen erschienen waren. Klar fühlte sich Silvio Kunze von all den Lobreden geehrt und freute sich über den Unternehmerpreis, von dem ja jedes Jahr nur ein einziger vergeben wird. Dennoch wollte er das ganze Lob nicht für sich allein in Anspruch nehmen. "Ohne meine Männer, vor allem die Vorarbeiter, würde ich mutterseelenallein ganz oben an der Spitz der Unternehmenspyramide stehen, könnte kaum etwas bewerkstelligen". Und so erklärte Unternehmer Silvio Kunze im Einklang mit Vater Hansjörg, Mutter und Großmutter, den Tag der Preisverleihung kurzerhand zum Firmenfeiertag. Alle Leute hatten frei, das Büro blieb geschlossen und auf dem Hof flossen Bier, Sekt und Selters in Strömen. Natürlich war auch ausreichend für das leibliche Wohl gesorgt, damit die Kunze-Bauleute am gestrigen Monatg wieder erfolgreich an die Arbeit gehen konnten, die sie inzwischen in ganz Deutschland, Österreich und Belgien ausüben. Vom Keller bis zum Dach liefert man alles aus einer Hand - auch im Denkmalschutz.
Bericht der „Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe: Erfurter Allgemeine vom 25. August 2006
Versicherung zahlt Haus Dacheröden am Tag nach dem Feuer: Ermitteln, aufräumen und den Wiederaufbau vorbereiten
ALARM: Auch Ulrich Knabe rief bei der Feuerwehr an - griff dann aber sofort zur Kamera und dokumentierte akribisch den Brandverlauf.
Die schwarzen Dachsparren ragen in den Himmel, im Keller von Haus Dacheröden steht zehn Zentimeter hoch das Löschwasser. Von den Decken tropft es, die Böden in den drei Dachgeschossen sind durchgebrannt. Von Birgit KUMMER
BEWEIS: Aus den Brandausbruch auf dem Nachbarhaus fotografierte Herr Knabe.
ALTSTADT. Die Ursache für den Brand, der eines der wichtigsten Gebäude der deutschen Klassik schwer beschädigte und einen Millionenschaden verursachte, steht fest. Schweißarbeiten auf dem Dach des Nachbarhauses verursachten das verheerende Feuer, bestätigte die Kripo. Bitumenbahnen seien von einer Dachdeckerfirma mit einem Brenner verschweißt worden. Dabei sei möglicherweise ein glimmendes Stück Dachpappe in den Spalt zwischen beiden Häusern gefallen. Die Dachdecker waren längst im Feierabend, als das Unheil seinen Lauf nahm. Es habe sich zuerst ein Schwelbrand entwickelt, erläutert Feuerwehrchef Dr. Roland Goertz und verweist auf Gase und Dämpfe, die dabei unter das Dach strömten und sich aufheizten. "Was wenige wissen: Schwelbrandgase sind brennbar." Durch die Hitze haben es dann eine plötzliche Durchzündung und die meterhohen Flammen gegeben, die aus dem Gebäude schossen. Auch der dicke gelb-grüne Qualm, der weit über der Stadt sichtbar war, sei darauf zurückzuführen. Im Haus Dacheröden selbst waren aus Denkmalschutzgründen sämtliche Schweißarbeiten während der Rekonstruktion verboten, bestätigt Hochbauamtsleiter Karl Mülders. Für angrenzende Dächer aber galt das Verbot offenbar nicht. Einer der Punkte, über die in der Stadtverwaltung zu reden sein wird. Die gute Nachricht der Statiker: Es besteht keine Einsturzgefahr. Während am Morgen immer wieder Ziegel von den Resten des Daches fielen, waren die Spezialisten schon im Gebäude unterwegs, um die Festigkeit von Giebel und Wänden zu prüfen. Nach den Statikern kamen die Kriminalisten. Und draußen wurde aufgeräumt. Gegen 14 Uhr war der Anger frei von Ziegeln, die Vorbereitungen für den Aufbau eines großen Gerüstes mit kräftigen Netzen begannen. Erst wenn die Sicherheit von Fußgängern und Bahnen gewährleitet ist, kann die Stadtbahn wieder fahren. Gestern mussten tausende Erfurter Umwege und Verspätungen in Kauf nehemn, die Linien 1 und 2 fuhren Umleitungen. Ab heute früh sollen die Bahnen wieder fahren - in der Nacht hatten die Männer der Suhler Gerüstfirma Jafra einen schweißtreibenden Sondereinsatz. "Es traf das Herzstück der Stadt, aber ein Gebäudeschaden ist
reparabel", sagt Bürgermeister Dietrich Hagemann. "Wir bauen das Haus wieder auf". Noch vor dem Winter soll das Dach provisorisch dicht gemacht werden. Mindestens neun Monate Verzug werde es geben. Einiges von der eben abgeschlossenen Rekonstruktion können man hinüber retten, mit vielm müsse man von vorn beginnen, sagt Hochbauamtsleiter Karl Mülders. Schlimm: Auch der Schwamm in dem historischen Haus, der in den zurückliegenden Jahren bekämpft und zurückgedrängt wurde, bekommt nun durch die Feutigkeit wieder Nahrung. Eine erneute Schwammsanierung scheint unabdingbar. Der Feuerwehrchef: "Wir sind schon sehr vorsichtig zu Werke gegangen, weil wir um das wertvolle Gebäude wussten." Aber man braucht Wasser zum Löschen. Noch am Brandabend wurden Wassersauger eingesetzt. Trotzdem seien einige Stuckdecken massiv beschädigt. Die fast abgeschlossene Modernisierung mit neuen Leitungen, Dämmplatten und Wandverkleidungen hat übrigens nach Einschätzung der Experten Schlimmeres verhindert - wäre Haus Dacheröden im Zustand vor der Rekonstruktion gewesen, hätte das Feuer noch schneller um sich gegriffen und wohl dem gesamten Gebäude den Garaus gemacht. Den ganzen Tag kamen Erfurter zur Brandstelle und besahen den Schaden, kopfschüttelnd, traurig. Tränen standen in den Augen von Heidrun Resmer. Gerade aus dem Urlaub zurück, hatte sich die Mitarbeiterin der Kulturdirektion eben noch auf den Einzug der Soziokultur in das schönde Gebäude gefreut. "Und nun dieser Anblick." Die Zeit im Ausweichquartier Reichartstraße wird lang werden. Was den Einsatzkräften bei allem Frust ein kleines Lächeln ins Gesicht zauberte: Das Türmchen auf dem jetzt zerstörten Giebel, für das der Denkmalschutz so strenge Auflagen gemacht hatte, hat das Feuer wie durch ein Wunder überstanden.
Dank an alle Lesereporter Zahlreiche Fotos vom Großbrand am Haus Dacheröden erreichten die Thüringer Allgemeine am Mittwoch und Donnerstag als Mail oder Foto- MMS. Eine Auswahl von Aufnahmen veröffentlichen wir auf dieser Seite und in einer speziellen Diaschau im Internet. Herzlichen Dank allen, die als Leserreporter den Journalisten während der Berichterstattung zum Brand von Haus Dacheröden unter die Arme griffen . . .
PERSPEKTIVE 1: Auch vom Wiesenhügel wie Thomas Dietrich festhielt, war die Rauchsäule zu sehen.
PERSPEKTIVE 2: Daniel Fiedler beobachtet - wie einige Passanten - aus der Neuwerkstadt den Brand.
PUZZLE: Die Ermittler der Polizei untersuchten  über mehrere Stunden am Brandort die verbliebene Substanz nach Hinweisen auf die Ursache.
GEFAHR: Gestern flogen immer wieder Ziegeln auf die Straße, Auch wenn viele Leute sich beschwerten, die Absperrung war immer noch nötig.
Die Versicherung zahlt, verkündete gestern der Bürgermeister erleichtert. Näheres verrät Bernd Becker, Direktor der Sparkassenversicherung, im Gespräch mit der TA. Mehr als 1,3 Millionen Euro wurden in den vergangenen Monaten in das Haus Dacheröden investiert. Der Großteil offenbar vergeblich. Nach dem Feuer vom Mittwoch ist nicht nur der Dachstuhl hin, das Gebäude hat auch innen immensen Schaden genommen. Stehen Sie zu Ihrer Zusage? Ja, die Abwicklung des Schadensfalls wird nicht zu Lasten der Stadt gehen. Wir sind seit vielen Jahren der "Haus-und Hof-Versicherer" der Stadt Erfurt, wir haben in Thüringen 80 Prozent der Kommunen versichert. Was passiert jetzt? Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest, mit Zahlen ist erst Anfang nächster Woche zu rechnen. Wir schauen, was sich aus der Haftung ergibt. Die Polizei hat gestern ihre Erkenntnisse öffentlich gemacht und wir klären am Freitag, wo und wie der Verursacher versichert ist. Im schlimmsten Fall auch bei uns. Wie geht eine Versicherung mit einem solchen Ereignis um? Sie bearbeitet den Schaden umgehend. Die Sparkassenversicherung versucht außerdem, prophylaktisch zu arbeiten und solche Ereignisse im Vorfeld zu verhindern. Wir haben aus dem Brand der Anna Amalia- Bibliothek gelernt, da waren wir Gottseidank nicht die Versicherer. Was haben Síe unternommen? Wir hatten der Stadt Erfurt angeboten, eine Risikoanalyse für wertvolle historische Gebäude zu erstellen. Die Stadtkämmerin Frau Pablich ist sofort auf unseren Vorschlag eingegangen.
Was wurde untersucht? Bisher zwölf Museen, das Rathaus, die Bibliothek am Domplatz, das Stadtarchiv. Leitungen, Schaltkästen, andere Risikofaktoren. Ein großes Lob an die Stadt, es wurde sofort mit der Beseitigung der Mängel begonnen. Haus Dacheröden war nicht dabei? Nein, das war ja schon mitten in der Modernisierung. Beim Umbau wurde auch eine moderne Brandmeldeanlage installiert. Die war aber wegen der Bauarbeiten noch nicht in Betrieb. Sie war gedacht für die Zukunft nach der Inbetriebnahme des Hauses. Da der elektrische Teil der Rekonstruktion noch nicht abgeschlossen war, gab es auch noch keine Verbindung zur Leitstelle. Pech also, aber da ist niemandem ein Vorwurf zu machen. Und das behindert auch nicht die Schadensregulierung. Sie waren schon am Brand-Abend auf dem Anger und gestern erneut. Wollten Sie schauen, wie teuer der Fall wird? Nein. Ich bin auch Mitglied im Landesfeuerwehrverband. Man fiebert mit den Feuerwehrleuten mit und leidet mit dem brennenden Haus. Gespräch: Birgit KUMMER
Höhe des Schadens steht noch nicht fest
Bericht aus der „Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe: Erfurter Allgemeine vom 24. August 2006
Alles umsonst Ein Feuer zerstörte gestern Abend den gerade erst neu aufgebauten Dachstuhl des Hauses Dacheröden. Es ist das schönste Haus der Stadt. Im November sollten nach der Sanierung wieder Vereine einziehen. Gestern zerstörten Flammen die Hoffnung. Von Casjen CARL
ERFURT. "Hier riechts, als ob es brennt." als Erfurts-Feuerwehr-Chef Roland Goerz kurz vor 19 Uhr diesen Satz beim Einkaufen im Forum 1 zu seiner Frau sagt, ahnt er nicht, welcher Einsatz ihm bervor steht. Es ist das Haus Dacheröden. Aus dem Dachstuhl quillt dicker Rauch. Juri Rockel, der in der Wohnscheibe gegenüber zu Besuch ist, schaut von Sirenen aufgeschreckt auf die Dächerlandschaft. "Zuerst habe ich Flammen aus dem kleineren Haus daneben gesehen", schilderte er seine Beobachtungen. Da sind schon die ersten Löschtrupps der Feuerwehr im Haus, um den Brand im obersten der drei Dachböden zu bekämpfen. Ein Rechtsanwalt hatte 18.47 Uhr die Polizei informiert, fünf Minuten später sind die ersten Feuerwehren auf dem hinteren Anger. Die Polizei hat Mühe die Schaulustigen abzudrängen. "Das ist gefährlich, wenn durch das Feuer die Dachziegel platzen und herunterfallen", versucht es Einsatzleiterin Sandra Kaiser mit Argumenten. Der größten Sorge ist sie jedoch zu dem Zeitpunkt schon ledig. Im Haus und auch im benachbarten sind keine Menschen. Das verletzte Sprunggelenk eines Feuerwehrmannes ist der einzige Schaden, den ein Mensch bei dem Brand erleidet. Insgesamt sind 150 Feuerwehrleute gleichzeitig daran, die Flamme zu löschen. Neben der Berufsfeuerwehr sind auch Freiwillige Feuerwehren aus Ilverhofen, Melchendorf und Dittelstedt auf dem Anger. Andere übernehmen die Bereitschaft für den Rest der Stadt. Das Haus Dacheröden! Diese Worte sind als Seufzer oft zu hören.
Das Haus war in den vergangenen Monaten Stadtgespräch. Im November war es mit einer imposanten Gerüstkonstruktion als zweitem Dach versehen worden. Erst vor wenigen Tagen waren die Hüllen gefallen und gaben die frisch sanierte Fassade und das mit Biberschwänzen gedeckte Dach frei. "In Dach und Fassade sind 1,35 Millionen Euro investiert worden", berichtet der Bauleiter Karl-Heinz Siegl. "Ich hatte mich so gefreut, es sollte das erste Haus sein, das in meiner Amtszeit ..." Dem Kulturbeigeordneten Karl-Heinz Kindervater fehlen die Worte. Bürgermeister Dietrich Hagemann steht im weißen Hemd im abgesperrten Bereich und informiert nach einem Gang mit der Feuerwehr durch das Haus: "Alle drei Böden sind durch, auch unten tropft es schon." Kenner des Hauses Dacheröden bangen vor allem um die Stuckdecken in den Salons. Glück im Unglück: Wegen der Bauarbeiten ist das Gebäude fast leergeräumt, Kunstgüter oder ähnlich wertvolles Inventar befindet sich nicht im Haus. Mit Angaben zu den Ursachen hält sich die Feuerwehr noch zurück. Das Wort Schweißarbeiten die Runde. Bis in die Nacht hinein sind Sirenen zu hören. Mit einer Wärmebildkamera stellen die Suchtrupps Glutnestern nach. Über der Innenstadt liegt kalter Rauch.
HANDARBEIT: Feuerwehrleute suchten unter den Ziegeln nach Glutnestern.
DRINK: Während die Feuerwehrleute schwitzen, erfrischen sich Schaulustige mit kühlen Getränken.
LOCH: Das Nachbardach ist auch stark beschädigt.
Geschichte des Hauses Dacheröden 13. Jh. erste Vorgängerbauten aus Holz und Stein 1557 Heinrich Vasoldt, Besitzer des Hauses "Zum güldenden Hecht", Anger Nr. 38, lässt das Haus "Zum neuen Schiff" Nr. 37 umbauen. Auf ihn gehen das Renaissanceportal und der Erker zurück. 1774 Carl Freidrich von Dacheröden zieht mit seinen Kindern Ernst und Caroline in die Nr. 37. Das Haus wird Treffpunkt Gelhrter, Schriftsteller und Künstler wie Goethe, Schiller, Dalberg, Gneisenau 1833 Sebastian Lucius schafft eine Zwischenverbindung und lässte die beiden Häuser damit zu einem Wohn- und Produktionsgebäude verschmelzen 1928 Renovierung. 1956 Restaurierung. 1986 - 1991 Rekonstruktion Vorderhaus 1992 Übernahme durch die Stadtverwaltung. Seither Nutzung als Kulturforum Haus Dacheröden Ende 2005 Start umfassender Sanierungsarbeiten
Bericht aus der „Thüringer Allgemeine“ vom 24. August 2006
Feuer zerstört Haus Dacheröden
Ein Großfeuer hat gestern Abend im Zentrum von Erfurt im Zentrum von Erfurt das Gebäude des historischen Hauses "Dacheröden" schwer beschädigt und vor allem den erst kurz zuvor aufwendig sanierten Dachstuhl völlig zerstört.
Polizei vermutet Schweißarbeiten als Ursache des Millionenschadens ERFURT (TA). Das altehrwürdige Bürgerhaus am Anger wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Flammen, die auch auf ein Nebengebäude übergriffen, richteten im Dachstuhl des historisch wertvollen Hauses "Dacheröden" beträchtlichen Schaden an. Er soll nach ersten Schätzungen mehrere Millionen betragen. Das Tragische dabei: Das Gebäude wird gerade erst für über 1,3 Millionen Euro restauriert. In einigen Wochen sollte es in neuer Pracht übergeben werden. Kurz vor 19 Uhr rückten mehrere Feuerwehren an. Sie waren unmittelbar zuvor aus dem benachbarten Büro eines Anwalts gerufen wurden. Unter Aufbietung aller Kräfte und mit spezieller Technik versuchten sie, die verheerenden Flammen einzudämmen und möglichst viele Bereiche des Gebäudes noch zu retten. Als sie kanpp nach zwei Stunden das Feuer unter Kontrolle hatten, pumpten sie das Löschwasser ab, das die unteren Bereich gefährtete. Über die Ursachen des Brandes lagen zunächst zwar noch keine eindeutigen Erkenntnisse vor. Nach ersten Vermutungen der Polizei könnte das Feuer jedoch durch Schweißarbeiten bei den gegenwärtigen Sanierungsmaßnahmen im Dachgbereich ausgelöst worden sein. Der prachtvolle Renaissance-Bau ist nach dem Freiherrn von Dacheröden benannt, der ihn Ende des 18. Jahrhunderts zu einer Stätte des geistigen und kulturellen Austauschs - u.a. mit Goethe, Schiller und den Gebrüdern Humboldt - profilierte.
Über Erfurt lagen gestern Abend Rauch und Brandgeruch. 150 Feuerwehrleuten gelang es zwar, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Aber der Schaden ist noch nicht zu beziffern. Das Haus Dacheröden wurde ein Raub der Flammen, auch Nebengebäude sind schwer beschädigt. Nach ersten Erkenntnissen könnte das Feuer durch Schweißarbeiten ausgelöst worden sein. Das Haus wird gerade restauriert. Cajen CARL dokumentiert den Ablauf.
18.48 Uhr Bei der Feuerwehr geht der Anfruf eines Rechtsanwaltes ein, der aus seinem Büro sieht, dass der Dachstuhl brennt. Wenig später sind Feuerwehr und Polizei da. 18.55 Uhr Weil die Fahrdrähte der Straßenbahn die Arbeit behindern, wird der Strom abgeschaltet, die Leitung geerdet. 19.12 Uhr Eine Drehleiter fährt aus. 19.21 Uhr Es fallen massenhaft Dachziegeln herab, die Polizei erweitert die Absperrung, Es haben sich viele Schaulustige versammelt. Ein Mann mit einem Kind entgeht nur knapp einem Ziegel. 19.22 Uhr Ein Ziegel trifft den Löschwasserschlauch, vor dem Haus entsteht eine Wasserfontäne. 19.25 Uhr Hohe Flammen trifft den Löschwasserschlauch, vor dem Haus entsteht eine Wasserfontäne. 19.25 Uhr Hohe Flammen schlagen aus dem Dachstuhl. Die Feuerwehr versucht das Übergreifen auf das Nachbarhaus zu verhindern., schaffte es aber nicht. 19.28 Uhr Der für die Sicherheit zuständige Bürgermeister Dietrich Hagemann trifft ein: "Eine Schande, der Dachstuhl ist hin." 19.30 Uhr Feuerwehrchef Roland Goertz kommt, er leitet den Einsatz. 19.39 Uhr Die Drehleiter senkt sich zunächst ab, von innen wird weiter gelöscht. 19.47 Uhr Schaulustige werden von der Polizei weggedrängt, im benachbarten Café verfolgen sie die Löscharbeiten. 19.52 Uhr Es fallen noch immer Dachziegel, ein Feuerwehrmann wird getroffen, nicht ernsthaft verletzt.
19.55 Uhr Der Bauleiter berichtet, dass die Rekonstruktion fast abgeschlossen war. Im Oktober sollte das Büro des Filmfestivals "Goldener Spatz" einziehen. 20.00 Uhr Die Feuerwehrleute sind erschöpft, die Ablösung rückt an. 20.08 Uhr Ein Feuerwehrmann nimmt im Dachstuhl Ziegeln ab, es schießen immer noch Flammen. 20.17 Uhr Zum ersten Mal sind unten keine Flamme mehr zu sehen. 20.30 Uhr Der Brand ist unter Kontrolle.
Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft „An der Schmücke“ vom 21. Juli 2006 Mit dem Bauunternehmen gefeiert
Das Geschehen in unserer Stadt war am 26. Mai durch das 15-jährige Bestehen des örtlichen Bauunternehmens Hansjörg Kunze GmbH bestimmt. Zum Tag der offenen Tür kamen über 500 Besucher auf das Firmengelände im Gewerbegebiet "An der Schmücke". Bürgermeister Norbert Enke erwähnt, dass dieser Tag auch ihn mit Stolz erfülle. Er gratulierte dem Ehepaar Kunze und ihren Mitarbeitern für ihre Weitsicht, Mut und Initiative. Nicht nur der Bürgermeister sondern auch die anderen Besucher hoffen, dass die Erwartungen des Bauunternehmens auch in Zukunft in Erfüllung gehen.
Die Stunden gestalteten sich auch zu einem kulturellen Erlebnis. Der evangelische Kindergarten bot ein kleines Programm. Auch der Chor der Senioren aus Oldisleben erfreute mit seinen Darbietungen. Fanfarenzüge übermittelten ihre Grüße und Wünsche auf ihre Art. Hansjörg und Klaudia Kunze bedankten sich in ihren Gesprächen immer wieder für die Aufgeschlossenheit aller Mitwirkenden, Sponsoren und Besucher. Gäste dieses Tages brachten immer wieder zum Ausdruck, dass sie sich freuen, wenn die gute Entwicklung fortgesetzt wird.
Heimat-Journal vom 6. Juni 2006 15-jähriges Firmenjubiläum
Heldrungen - Das Bauunternehmen Kunze aus Heldrungen hatte am 26. Mai zur großen Hausmesse eingeladen. Anlass war das 15-jährige Firmenjubiläum des Unternehmens, welches insgesamt 70 Mitarbeiter beschäftigt, bundesweit auf verschiedenen Baustelle. Die Firma Kunze präsentierte sich u.a. durch Bilddokumentation der zahlreichen Referenzobjekte, saniert Alt- und Neubauten. Es gab eine Ausstellung und Beratung, gestaltet durch Lieferanten der Bauindustrie, alles rund um den "Hausbau". Den ca. 500 Besuchern wurden in individuellen Gesprächen und Vorführungen die neuesten Produkte über alternative Energiegewinnung wie z.B. Solaranlagen sowie Putz- und Dachsystemen präsentiert. Den weitesten Anfahrtsweg hatte ein Besucher aus Stuttgart, Baden- Württemberg, er war gern der Einladung der Fa. Kunze gefolgt. Einige Mutige konnten im Kran in luftiger Höhe über das Firmengelände schweben. Besonders gut besucht war auch das Gesundheitsmobil der IKK. Der evang. Kindergarten Heldrungen führte ein buntes Programm auf, welches allen Zuschauern viel Freude bereitete. Ein besonderer Höhepunkt war der Aufmarsch von 3 Fanfarenzügen, der "Heldrunger", der "Schmücke" und als besondere Überraschung der Zug aus Großjena. Im Zelt konnte man bei Kaffee und von Mitarbeiterinnen gebackenen Kuchen sowie musikalischer Unterhaltung verweilen Zu vollster Zufriedenheit konnten alle Beteiligten am Nachmittag feststellen, dass es ein gelungenes Fest war. Wir bedanken uns bei den zahlreichen Sponsoren, der Erlös wird an eine öffentliche Kindereinrichtung gespendet.
„Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe Kyffhäuser Allgemeine vom 31. Mai 2006
Vor 15 Jahren legte Hansjörg Kunze den Grundstein für eine erbauliche Erfolgsgeschichte
Vor 15 Jahren legte der Dachdecker- und Maurermeister Hansjörg Kunze in Oberheldrungen den Grundstein für sein Bauunternehmen. Zu zweit mit altem Lkw ging es damals auf Tour. Eine Erfolgsgeschichte mit Sachverstand und Augenmaß begann. Jetzt wurde mit 70 Beschäftigten und vielen Gästen in Heldrungen Jubiläum gefeiert.
VOM FACH: Am geschichtsträchtigen Haus Dacheröden am Erfurter Anger sanieren die Denkmal-Spezialisten vom Kunze Bauunternehmen aus Heldrungen derzeit. Der versierte Bibermeister Alexander Günther aus Oldisleben steigt hier aufs Dach. TA-Fotos (2): M. KNEISE
Jubiläum an der Schmücke
HELDRUNGEN(ph). 1991 war es, als Hansjörg Kunze den Schritt in die Selbstständigkeit anpackte. Als Duo begann der kleine Privatbetrieb. Mit Dachdeckaufzug und altem Mercedes-Lkw rollte der Dachdecker- und Maurermeister zu den Baustellen, um Schornsteine und Schornsteinköpfe zu sanieren. Das kleine Unternehmen wuchs schnell. Im Heldrunger Gewerbegebiet an der Schmücke wurde in eigener Sache gebaut. 1993 war Einzug und Gründung der Bauunternehmen Hansjörg Kunze GmbH - gleichfalls als reiner Familienbetrieb. Zwei Jahre, nachdem der heutige Senior mit der Betriebsgründung loslegte, zählten schon 16 Mitarbeiter dazu. Zu den Schornsteinen kamen Dach-, Umbau- und Putzarbeiten. Zum 15-jährigen Bestehen gehören nun rund 70 Mitarbeiter, das längst zum Bauunternehmen, zum bedeutsamen Arbeitgeber wuchs. Die Geschäftsführung übernahm Sohnemann Bauingenieur Silvio Kunze (32), während der Senior als Betriebsleiter fungiert. Auch Tochter Klaudia (28) stieg voll in die Firma ein. Nach kaufmännischer Ausbildung im Betrieb erlernte sie ihren Wunschberuf und wurde Dachdeckerin, schaffte bereits mit 24 den Meistertitel des Dachdeckerhandwerks. Zufrieden mit der guten Entwicklung ihres Betriebes sind nicht nur vier Kunzes. 65 Männer und Frauen haben hier einen sicheren Arbeitsplatz gefunden. Jede Bürokraft verfügt über einen modernen Computerarbeitsplatz. Vier junge Männer erlernen derzeit die Berufe eines Maurers oder Dachdeckers. Jedes Jahr nehmen mittlerweile zwei, drei Lehrlinge ihre Ausbildung auf.
Erweitert hat sich stetig das Firmenprofil. Neben bisherigen Leistungsangeboten haben sich die Kunzes inzwischen auf die Sanierung von denkmalgeschützten Bauwerken spezialisiert. Besonders stolz sind sie auf Aufträge, die sie am Weimarer Residenzschloss, am Schloss Tiefurt, Wilhelmsburg in Schmalkalden oder am Haus Dachröden Erfurt ausführten. In der näheren Umgebung waren Mitarbeiter aus dem Hause Kunze unter anderem auf der Wasserburg Heldrungen, auf dem Pulverturm in Kindelbrück und auf dem Kirchturm in Nausitz anzutreffen. Zurzeit werden 30 Baustellen gezählt, davon sind zwei Drittel solche Großobjekte. Mit einem Drittel Anteil wird auch Privatkunden nicht minder Aufmerksamkeit geschenkt. So sind derzeit vier Einfamilienhäuser in Oldisleben, Oberheldrungen, Weimar und München in Bau. In Salzburg, Rosenheim im Chiemgau, München, Husum, Belgien, Stuttgart, Chemnitz, Potsdam und, und, und waren Kunze-Bauleute in den Vorjahren zu finden. Zum Jubiläum waren aber allesamt in Heldrungen. Viele Gäste kamen zum Firmenjubiläum, mit großer Hausmesse, Bilddokumentation zu Referenzobjekten, Beratung für Maurer-, Putz-, Dachdecker- und Zimmererarbeiten im Alt- und Neubau, fuhren mit dem Kran in luftiger Höhe. Die Jüngsten hatten in der Kinderecke mit der Hüpfburg viel Spaß, freuten sich über tolle Los-Preise. Viele Dankesworte gingen an die Mitarbeiter, treuen Kunden und Geschäftspartner. Und natürlich wird auf gute Zusammenarbeit gebaut.
MIT   FORMAT:   Das   Bauunternehmen   Kunze   besteht   seit   15   Jahren. Vom   70-köpfigen   Team   des   Familienbetriebes   ist   natürlich   immer   ein Großteil auf dem Bau unterwegs.
Mitteldeutsche Zeitung / Ausgabe Sangerhausen vom 27. Mai 2006 Denkmale statt rauchende Schlote Bauunternehmen begeht Jubiläum - Spezialbetrieb für Sanierungen - 70 Mitarbeiter in Lohn
Von Peter LINDNER Heldrungen/MZ. Im thüringischen Oberheldrungen begann alles. Da hatte sich am 1. April 1991 der Dachdecker- und Maurermeister Hansjörg Kunze mit einem Mitarbeiter selbständig gemacht. Mit einem klapprigen Lkw und einem Dachdeckeraufzug stand dem Existenzgründer eher eine bescheidene Technik zu Verfügung. Das tat dem Engagement des Unternehmens keinen Abbruch. "Das war mein Wunschberuf." KLAUDIA KUNZE DACHDECKERMEISTERIN Wenn es um wichtige Pläne geht, dann schaut auch Mutter Silvia Kunze ihrem Nachwuchs Silvio und Klaudia über die Schulter. Mit der Sanierung von Schornsteinköpfen und Schornsteinen begann sich der kleine Betrieb einen Namen zu machen. 1993 war Kunze soweit, eine GmbH zu gründen und das Geschäftsfeld zu erweitern. Zur Schornsteinsanierung kamen Dach-. Umbau- und Putzarbeiten hinzu, das Familienunternehmen hatte 16 Mitarbeiter. Mit dem Umzug ins Heldrunger Gewerbegebiet "An der Schmücke" begann ein neues Kapitel der Firmengeschichte. Nach den eher bescheidenen Anfängen haben die Kunzes nun schon 70 Mitarbeiter und zählen damit im Kyffhäuserkreis zu den größten Arbeitgebern in der Region. Die Geschäftsführung hat inzwischen Sohnemann Silvio Kunze übernommen. Der "Alte" bringt seine Erfahrungen als Betriebsleiter ein. Der 32-jährige Juniorchef hat seinen Abschluss als Bauingenieur in der Tasche, und Schwester Klaudia ist
inzwischen ebenfalls in den Betrieb eingestiegen. Die 28-Jährige kommt vom Fach. Nach der Dachdeckerlehre - "Das war mein Wunschberuf", sagt die junge Frau - hat sie noch ihren Meister gemacht. Inzwischen ist das Bauunternehmen nicht nur in der Region bekannt. Auf einer Karte auf dem Flur im "Hauptquartier" Gewerbegebiet sind Referenzobjekte in ganz Deutschland ausgewiesen. Von München nach Bremen. einen Namen haben sich die Kunzes inzwischen als Spezialbetrieb für die Sanierung denkmalgeschützter Bauwerke gemacht. Davon künden das Weimarer Residenzschloss, der Pulverturm von Kindelbrück, das Schloss Tiefurt oder die Wilhelmsburg in Schmalkalden. Zurzeit sind Mitarbeiter des Heldrunger Bauunternehmens auf 30 Baustellen im gesamten Bundesgebiet "zu Hause". MZ-Foto: Peter Lindner
Super gemacht Chef-Assistentin Doreen Ihlau behauptet sich im Deutschland-Finale der besten Sekretärinnen
Zeit-Managerin, das ist sie - und noch viel mehr. Doreen Ihlau trat in den Wettstreit mit Deutschlands besten Sekretärinnen, hatte Spaß dabei und war auch in Hamburg super flink, kreativ und gut. Von Petra HELLNER
HELDRUNGEN. So viel Wirbel um ihre Person ist ihr gar nicht recht. Sie macht einfach ihre Arbeit und das gut. Vor acht Jahren begann Doreen Ihlau nach dem Fachabitur ihre Lehre zur Bürokauffrau im Bauunternehmen Kunze GmbH. Dort managt sie auch heute das Büro - als Assistentin der Geschäftsleitung. Eine Anzeige in der "Thüringer Allgemeine" hatte zunächst Kollegen und den Chef auf die Idee gebracht. Nach der besten Sekretärin Deutschlands wurde dort gesucht. "Mach doch mit", wurde zugeredet. Und schwupps war die Oldislebenerin dabei. Und wie - sie schrieb und sprach sich bis zum großen Wettbewerbs- Finale in Hamburg durch. Hier gingen die zehn Besten ins Rennen und stellten das Klischee der jungen Vorzimmerdame, die ihrem Chef stets Kaffee kochen und Dokumente kopieren muss, gehörig in den Schatten - Als Office-Managerin, gute Seele der Firma, eben als moderne Sekretärin. Das ist Anliegen des von der Büroartikelmarke Leitz initiierten bundesweiten Wettbewerbs "Beste Sekretärin Deutschlands gesucht". "Wir wollen zeigen, dass Assistentinnen und Sekretärinnen eine tolle Arbeit erledigen, die oft nicht ausreichend geschätzt wird", erklärt Ard-Jen Spijkervet, Regional Marketing Director Tentraleuropa Leitz. Mit Fremdsprachenkenntnissen, gutem Allgemeinwissen aus Wirtschaft, Kultur, Politik, Gesellschaft wusste dabei im Finale auch Doreen Ihlau zu überzeugen. Abheftübungen in vorgegebener Zeit, Übersetzung aus dem und ins
Englische waren ebenso gefragt (und keine Hürde) wie Improvisationstalent und Schnelligkeit. Da war ein Vertreter nett, aber bestimmt aus dem Büro hinaus zu bitten, ein Geschenk samt Glückwunschkarte in letzter Sekunde zu basteln. Tempo und Kreativität waren gefragt. Zum großem Moment fuhr Kollegin Susanne Schröder zur Rückenstärkung mit und freute sich wie das Kunze-Team in Heldrungen. Achtbeste Sekretärin Deutschlands ist Doreen Ihlau. "Es war schon eine schöne Anerkennung, wenn man sieht, dass man es geschafft hat, unter die besten Zehn zu kommen", sagt die 26-Jährige, die längst wieder im Büro an ihrem Schreibtisch sitzt und ihre Arbeit gewohnt gut erledigt, organisiert, Baustellen von der Zentrale aus betreut. Derzeit wegen des Töchterchens noch in Teilzeit. Sich selbst zu beurteilen sei allerdings nicht ihr Fall, sagt sie, das sei doch schließlich Aufgabe anderer. Glückwünsche gab´s in Heldrungen im Bauunternehmen längst vielfach, auch von Gesellschafterin Klaudia Kunze mit dem Kompliment: "Wir wissen schon, was wir haben". Das weiß auch die Familie in Oldisleben längst. Töchterchen Angelina wurde gestern ein Jahr alt und bald erfüllt sich ein weiterer Traum. Im Juni läuten die Hochzeitsglocken in Oldisleben.