PRESSEARTIKEL - 2011
Ausgabe 7-8 2011 des Profimagazins für Ausbau, Neubau und Sanierung (bauhandwerk.de)
Baustelle des Monats: Kritische Rekonstruktion des Kloster Dahlheims
Mit der Aufstockung des Ost- und Südflügels ist das Kloster Dahlheim fast wieder komplett. Mit Abschluss des zweiten Bauabschnittes erstreckt sich das „Landesmuseum für Klosterkultur“ seit Oktober 2010 nun auch bis in diesen rekonstrukturierten Teil der Klausur hinein. VON THOMAS WICKHORST Die Geschichte des Klosters Dalheim ist typisch: Ende des 15. Jahrhunderts gegründet, wurde es im 18. Jahrhundert erweitert und in Teilen im Stil des Barock umgebaut bis es schließlich im Zuge der Säkularisierung nur noch landwirtschaftlich genutzt wurde. In dieser Zeit verwüstete ein Brand den Ost- und den Südflügel der Anlage. Da dieser Teil des als Gutshof genutzten Klosters nur noch als Viehstall diente, stellte man das Obergeschoss nicht wieder her, sondern schloss das Erdgeschoss mit einem Notdach ab. Mit dem Abschluss des zweiten Bauabschnittes wurden die Obergeschosse und Gewölbe wieder hergestelt. Umnutzung zum „Landesmuseum für Klosterkultur“ Die Umnutzung des Klosters Dalheim begann schon in den 1990er Jahren. Wie in bauhandwerk 10/2007 zu lesen, eröffnete nach Abschluss des ersten Bauabschnitts im West- und im Gästeflügel nach Plänen der Architekten Pfeiffer Ellermann Preckel 2007 dort Europas erstes Klostermuseum. Der einstige Umbau des Klosters für die landwirtschaftliche Nutzung ist auch heute noch im Gästeflügel gut zu sehen. Der Mitte 2010 abgeschlossene zweite Bauabschnitt hatte im Wesentlichen die Aufstockung und damit Rekonstruktion der im Ost- und im Südflügel durch den Brand verlorengegangenen Obergeschosse zur Aufgabe. Alle historischen Schichten werden gleich behandelt Wie bereits im ersten Bauabschnitt, legten die Architekten aus Münster auch bei der Rekonstruktion großen Wert darauf, dass der Charakter der klösterlichen Anlage erhalten bleibt. Alles noch Vorhandene hat seine Berechtigung und soll in seiner Originalsubstanz erhalten bleiben. Die einander überlagernden historischen Schichten wurden dabei gleichberechtigt behandelt, was keine Selbstverständlichkeit ist. Das gilt auch für die vor allem im Zuge der Rekonstruktion hinzugekommenen Bauteile und Oberflächen, die als Zutat unserer Zeit erkennbar sein sollen. Dabei wird jedoch nirgends vordergründig nur der Kontrast zwischen Alt und Neu gesucht. Dicke Wand im Erdgeschoss des Südflügels Ein solcher Umgang mit originaler Bausubstanz und rekonstruierten Bauteilen lässt sich auch an den Kreuzrippengewölben der im Erdgeschoss zum Kreuzgang miteinander verbundenen Flügel erkennen. Während die Gewölbe im Kreuzgang des West-, Nord- und Ostflügels sogar mit allerlei wertvoller spätgotischer Malerei erhalten geblieben sind, ging das Kreuzrippengewölbe im Südflügel im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung verloren. Die Außenwand zum Kreuzhof hin war hier aber noch im originalen Zustand mit den Gewölbeansätzen erhalten. Auch der Sockel der 1,5 m dicken Innenwand, die den Kreuzgang im Südflügel von den beiden Refektorien (Speisesälen) trennte, war in einer Höhe von knapp über einen halben Meter noch mit Treppenstufen und Resten der Türgewände vorhanden. Anhand dieser noch vorhandenen Reste mauerten die Handwerker die historisch einst vorhandene Wand aus Kalksandsteinen wieder auf 1,5 m Breite auf – natürlich nicht massiv, sondern als hohle Wand, in der Schränke und Technik verschwinden. Damit sind – wie ursprünglich angelegt – die Refektorien im Erdgeschoss des Südflügels wieder vom Kreuzgang getrennt. Rippendecken und Kreuzgratgewölbe aus Beton Die Rohbauer bildeten die Betondecken über den Refektorien ebenso wie die über den Räumen im Erdgeschoss des Ostflügels als Rippenkonstruktion aus. Für die Unterseiten verwendeten sie eine Stäbchenschalung, während sie die Rippen glatt schalten. Anders verhält es sich bei den Gewölben über dem Kreuzgang im Südflügel. „Nach langer Diskussion fiel die Entscheidung zugunsten der Wiederherstellung des Rundganges mit Betongewölben“, erinnert sich der Architekt Jörg Preckel vom Büro Pfeiffer Ellermann Preckel aus Münster. Für die Betongewölbe verwendeten die Rohbauer vorgefertigte Schalungen, auf die sie einen im Farbton an die Bestandsgewölbe angepassten Magerbeton stampften. Auf eine Bewehrung konnte hierbei verzichtet werden. „Der Beton gibt sich einerseits mit seiner porösen Oberfläche und den abstrahierten Konsolsteinen als neue Zutat zu erkennen und harmoniert andererseits gut mit den historischen Gewölben in den restlichen drei Kreuzgängen“, so Jörg Preckel. Aufstockung des Ost- und des Südflügels Auf die Erdgeschosse des Ost- und des Südflügels mauerten die Handwerker aus wärmedämmenden Hochlochziegeln ein weiteres Geschoss und rekonstruierten damit die ursprüngliche Höhe der Flügel. Die Maueröffnungen der Fenster der neu hinzugekommenen Etage sind rechteckig und unterscheiden sich damit deutlich von den historischen Spitzbogenfenstern im Erdgeschoss der Flügel. Eine Unterscheidung in neu und alt ist auch an den Fassaden beider Geschosse ablesbar, obwohl die Handwerker für die Aufstockung einen Kalkputz im Farbton und in der Putzmischung entsprechend dem an den Erdgeschossfassaden vorgefundenen Originalputz verwendeten. Die Unterscheidung in alt und neu wird anhand der unterschiedlichen Ausführung der Putzoberflächen und in den Details deutlich: Der Originalputz wurde im Erdgeschoss mit all seinen Alterungsspuren nur gereinigt und ausgebessert, während die Handwerker die neuen Putzoberflächen am Obergeschoss einheitlich und durch eine Schattenfuge getrennt vom fragmentarischen Originalputz darunter ausführten. Auf die Mauerkronen des Südflügels setzten die Handwerker ein Dachtragwerk aus Stahlbindern, von dem sie mit Zugstäben eine Galerie abhängten. Für den Ostflügel bauten die Zimmerleute einen offenen Sparrendachstuhl aus mächtigen Eichenhölzern, während sie den Nordflügel mit einem flach geneigten Pultdach verschlossen, da hier kein Aufschluss über die ursprüngliche Form zu erlangen war. Dort wo Süd- und Ostflügel aufeinander treffen, entstand auf quadratischem Grundriss ein Treppenhaus als frei hängende Stahlbetonkonstruktion. Mit den Arbeiten an den Dächern fand der zweite Bauabschnitt und damit die insgesamt rund 13 Millionen Euro teure Rekonstruktion der fehlenden Geschosse und die Sanierung der Flügel ihren Abschluss. Seit Oktober vergangenen Jahres laufen die Besucher des „Landesmuseums für Klosterkultur“ nun auch durch diesen wiederhergestellten Teil der Klausur. In den Erdgeschossen erleben sie monastische Kultur und Geschichte pur, denn hier wird das Kloster selbst zum Ausstellungsobjekt, während die Obergeschosse der Präsentation von Exponaten vorbehalten sind.
Baubeteiligte (Auswahl) Bauherr: Landesverband Westfalen-Lippe, Münster Architekten: Pfeiffer . Ellermann . Preckel Architekten und Stadtplaner BDA, Münster Statik: HEG Ingenieure, Dortmund Bauphysik: Hansen Ingenieure, Wuppertal Restauratorische: Voruntersuchung Eva Möllenkamp, Drensteinfurt Rohbauarbeiten: Bauunternehmen Kunze, Heldrungen / Firma Knaup, Lichtenau Zimmererarbeiten: Heinrich Haveloh, Ahaus-Alstätte Dachdeckerarbeiten: Firma Prange, Brilon Fassaden- und Innenputzsanierung: Ochsenfarth Denkmalpflege, Paderborn- Marienloh Historische Natursteinbeläge: Denkmalpflege Mühlhausen, Mühlhausen Innenputzsanierung: Firma Mathies, Bad Driburg Trockenbauarbeiten: Gieske Bau und Möbeltischlerei, Grundsteinheim Kalkanstricharbeiten: Firma Hetzel, Essen
Nach einem Brand und infolge der Nutzung als Viehstall blieben der Ost- und der Südflügel des Klosters Dalheim bis zur Rekonstruktion eingeschossig Foto: Pfeiffer Ellermann Preckel
Trotz gleicher Putzmischung und Farbe ist das rekonstruierte Obergeschoss deutlich als Zutat unserer Zeit erkennbar: Der Originalputz wurde im Erdgeschoss mit all seinen Alterungsspuren nur gereinigt und ausgebessert, während die Handwerker die neuen Putzoberflächen am Obergeschoss einheitlich und durch eine Schattenfuge getrennt vom fragmentarischen Originalputz darunter ausführten Foto: Christian Richters
Querschnitt durch den Südflügel
Im Erdgeschoss des Süd­flügels mauerten die Handwerker die einst 1,5 m dicke Innenwand, die den Kreuzgang (links) von den Refektorien (rechts) trennte, aus Kalksandsteinen wieder auf. Die Betondecke über den Refektorien bildeten sie als Rippenkonstruktion aus
Die Gewölbe über dem Kreuzgang des Südflügels stellten die Rohbauer aus farbig angepasstem Magerbeton wieder her. Hier stampften sie den Beton ohne Bewehrung auf eine vorgefertigte Schalung in Form der Kreuzgratgewölbe Fotos: Pfeiffer Ellermann Preckel
Die neuen Obergeschosse mauerten die Handwerker aus wärmedämmenden Hochlochziegeln auf
Ecke im Kreuzgang: Links geht es in den Südflügel mit den aus Beton rekonstruierten Kreuzgratgewölben, rechts geht es in den Ostflügel mit seinen zum Teil noch mit historischer Bemalung erhalten gebliebenen gotischen Kreuzrippengewölben Foto: Pfeiffer Ellermann Preckel
Den Dachstuhl über dem Ostflügel bauten die Zimmerleute als offenes Sparrendach aus mächtigen Eichenhölzern Foto: Christian Richters
Bericht aus der Tageszeitung „Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe Kyffhäuser Allgemeine vom 17. März 2011
VOM FACH:. Was man als Konstruktionsmechaniker in der Apparate- und Behältertechnik-GmbH in Heldrungen lernt und tut, dazu gab gestern Betriebsleiter Christian Kablitz Leon Heiroth aus der Arterner Borlachschule und Christian Nordhause von der Regelschule Oldisleben gern Einblick. Foto: Petra Hellner
PRESSEARTIKEL - 2011
Ausgabe 7-8 2011 des Profimagazins für Ausbau, Neubau und Sanierung (bauhandwerk.de)
Baustelle des Monats: Kritische Rekonstruktion des Kloster Dahlheims
Mit der Aufstockung des Ost- und Südflügels ist das Kloster Dahlheim fast wieder komplett. Mit Abschluss des zweiten Bauabschnittes erstreckt sich das „Landesmuseum für Klosterkultur“ seit Oktober 2010 nun auch bis in diesen rekonstrukturierten Teil der Klausur hinein. VON THOMAS WICKHORST Die Geschichte des Klosters Dalheim ist typisch: Ende des 15. Jahrhunderts gegründet, wurde es im 18. Jahrhundert erweitert und in Teilen im Stil des Barock umgebaut bis es schließlich im Zuge der Säkularisierung nur noch landwirtschaftlich genutzt wurde. In dieser Zeit verwüstete ein Brand den Ost- und den Südflügel der Anlage. Da dieser Teil des als Gutshof genutzten Klosters nur noch als Viehstall diente, stellte man das Obergeschoss nicht wieder her, sondern schloss das Erdgeschoss mit einem Notdach ab. Mit dem Abschluss des zweiten Bauabschnittes wurden die Obergeschosse und Gewölbe wieder hergestelt. Umnutzung zum „Landesmuseum für Klosterkultur“ Die Umnutzung des Klosters Dalheim begann schon in den 1990er Jahren. Wie in bauhandwerk 10/2007 zu lesen, eröffnete nach Abschluss des ersten Bauabschnitts im West- und im Gästeflügel nach Plänen der Architekten Pfeiffer Ellermann Preckel 2007 dort Europas erstes Klostermuseum. Der einstige Umbau des Klosters für die landwirtschaftliche Nutzung ist auch heute noch im Gästeflügel gut zu sehen. Der Mitte 2010 abgeschlossene zweite Bauabschnitt hatte im Wesentlichen die Aufstockung und damit Rekonstruktion der im Ost- und im Südflügel durch den Brand verlorengegangenen Obergeschosse zur Aufgabe. Alle historischen Schichten werden gleich behandelt Wie bereits im ersten Bauabschnitt, legten die Architekten aus Münster auch bei der Rekonstruktion großen Wert darauf, dass der Charakter der klösterlichen Anlage erhalten bleibt. Alles noch Vorhandene hat seine Berechtigung und soll in seiner Originalsubstanz erhalten bleiben. Die einander überlagernden historischen Schichten wurden dabei gleichberechtigt behandelt, was keine Selbstverständlichkeit ist. Das gilt auch für die vor allem im Zuge der Rekonstruktion hinzugekommenen Bauteile und Oberflächen, die als Zutat unserer Zeit erkennbar sein sollen. Dabei wird jedoch nirgends vordergründig nur der Kontrast zwischen Alt und Neu gesucht. Dicke Wand im Erdgeschoss des Südflügels Ein solcher Umgang mit originaler Bausubstanz und rekonstruierten Bauteilen lässt sich auch an den Kreuzrippengewölben der im Erdgeschoss zum Kreuzgang miteinander verbundenen Flügel erkennen. Während die Gewölbe im Kreuzgang des West-, Nord- und Ostflügels sogar mit allerlei wertvoller spätgotischer Malerei erhalten geblieben sind, ging das Kreuzrippengewölbe im Südflügel im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung verloren. Die Außenwand zum Kreuzhof hin war hier aber noch im originalen Zustand mit den Gewölbeansätzen erhalten. Auch der Sockel der 1,5 m dicken Innenwand, die den Kreuzgang im Südflügel von den beiden Refektorien (Speisesälen) trennte, war in einer Höhe von knapp über einen halben Meter noch mit Treppenstufen und Resten der Türgewände vorhanden. Anhand dieser noch vorhandenen Reste mauerten die Handwerker die historisch einst vorhandene Wand aus Kalksandsteinen wieder auf 1,5 m Breite auf – natürlich nicht massiv, sondern als hohle Wand, in der Schränke und Technik verschwinden. Damit sind – wie ursprünglich angelegt – die Refektorien im Erdgeschoss des Südflügels wieder vom Kreuzgang getrennt. Rippendecken und Kreuzgratgewölbe aus Beton Die Rohbauer bildeten die Betondecken über den Refektorien ebenso wie die über den Räumen im Erdgeschoss des Ostflügels als Rippenkonstruktion aus. Für die Unterseiten verwendeten sie eine Stäbchenschalung, während sie die Rippen glatt schalten. Anders verhält es sich bei den Gewölben über dem Kreuzgang im Südflügel. „Nach langer Diskussion fiel die Entscheidung zugunsten der Wiederherstellung des Rundganges mit Betongewölben“, erinnert sich der Architekt Jörg Preckel vom Büro Pfeiffer Ellermann Preckel aus Münster. Für die Betongewölbe verwendeten die Rohbauer vorgefertigte Schalungen, auf die sie einen im Farbton an die Bestandsgewölbe angepassten Magerbeton stampften. Auf eine Bewehrung konnte hierbei verzichtet werden. „Der Beton gibt sich einerseits mit seiner porösen Oberfläche und den abstrahierten Konsolsteinen als neue Zutat zu erkennen und harmoniert andererseits gut mit den historischen Gewölben in den restlichen drei Kreuzgängen“, so Jörg Preckel. Aufstockung des Ost- und des Südflügels Auf die Erdgeschosse des Ost- und des Südflügels mauerten die Handwerker aus wärmedämmenden Hochlochziegeln ein weiteres Geschoss und rekonstruierten damit die ursprüngliche Höhe der Flügel. Die Maueröffnungen der Fenster der neu hinzugekommenen Etage sind rechteckig und unterscheiden sich damit deutlich von den historischen Spitzbogenfenstern im Erdgeschoss der Flügel. Eine Unterscheidung in neu und alt ist auch an den Fassaden beider Geschosse ablesbar, obwohl die Handwerker für die Aufstockung einen Kalkputz im Farbton und in der Putzmischung entsprechend dem an den Erdgeschossfassaden vorgefundenen Originalputz verwendeten. Die Unterscheidung in alt und neu wird anhand der unterschiedlichen Ausführung der Putzoberflächen und in den Details deutlich: Der Originalputz wurde im Erdgeschoss mit all seinen Alterungsspuren nur gereinigt und ausgebessert, während die Handwerker die neuen Putzoberflächen am Obergeschoss einheitlich und durch eine Schattenfuge getrennt vom fragmentarischen Originalputz darunter ausführten. Auf die Mauerkronen des Südflügels setzten die Handwerker ein Dachtragwerk aus Stahlbindern, von dem sie mit Zugstäben eine Galerie abhängten. Für den Ostflügel bauten die Zimmerleute einen offenen Sparrendachstuhl aus mächtigen Eichenhölzern, während sie den Nordflügel mit einem flach geneigten Pultdach verschlossen, da hier kein Aufschluss über die ursprüngliche Form zu erlangen war. Dort wo Süd- und Ostflügel aufeinander treffen, entstand auf quadratischem Grundriss ein Treppenhaus als frei hängende Stahlbetonkonstruktion. Mit den Arbeiten an den Dächern fand der zweite Bauabschnitt und damit die insgesamt rund 13 Millionen Euro teure Rekonstruktion der fehlenden Geschosse und die Sanierung der Flügel ihren Abschluss. Seit Oktober vergangenen Jahres laufen die Besucher des „Landesmuseums für Klosterkultur“ nun auch durch diesen wiederhergestellten Teil der Klausur. In den Erdgeschossen erleben sie monastische Kultur und Geschichte pur, denn hier wird das Kloster selbst zum Ausstellungsobjekt, während die Obergeschosse der Präsentation von Exponaten vorbehalten sind.
Baubeteiligte (Auswahl) Bauherr: Landesverband Westfalen-Lippe, Münster Architekten: Pfeiffer . Ellermann . Preckel Architekten und Stadtplaner BDA, Münster Statik: HEG Ingenieure, Dortmund Bauphysik: Hansen Ingenieure, Wuppertal Restauratorische: Voruntersuchung Eva Möllenkamp, Drensteinfurt Rohbauarbeiten: Bauunternehmen Kunze, Heldrungen / Firma Knaup, Lichtenau Zimmererarbeiten: Heinrich Haveloh, Ahaus-Alstätte Dachdeckerarbeiten: Firma Prange, Brilon Fassaden- und Innenputzsanierung: Ochsenfarth Denkmalpflege, Paderborn-Marienloh Historische Natursteinbeläge: Denkmalpflege Mühlhausen, Mühlhausen Innenputzsanierung: Firma Mathies, Bad Driburg Trockenbauarbeiten: Gieske Bau und Möbeltischlerei, Grundsteinheim Kalkanstricharbeiten: Firma Hetzel, Essen
Nach einem Brand und infolge der Nutzung als Viehstall blieben der Ost- und der Südflügel des Klosters Dalheim bis zur Rekonstruktion eingeschossig Foto: Pfeiffer Ellermann Preckel
Trotz gleicher Putzmischung und Farbe ist das rekonstruierte Obergeschoss deutlich als Zutat unserer Zeit erkennbar: Der Originalputz wurde im Erdgeschoss mit all seinen Alterungsspuren nur gereinigt und ausgebessert, während die Handwerker die neuen Putzoberflächen am Obergeschoss einheitlich und durch eine Schattenfuge getrennt vom fragmentarischen Originalputz darunter ausführten Foto: Christian Richters
Querschnitt durch den Südflügel
Im Erdgeschoss des Süd­flügels mauerten die Handwerker die einst 1,5 m dicke Innenwand, die den Kreuzgang (links) von den Refektorien (rechts) trennte, aus Kalksandsteinen wieder auf. Die Betondecke über den Refektorien bildeten sie als Rippenkonstruktion aus
Die Gewölbe über dem Kreuzgang des Südflügels stellten die Rohbauer aus farbig angepasstem Magerbeton wieder her. Hier stampften sie den Beton ohne Bewehrung auf eine vorgefertigte Schalung in Form der Kreuzgratgewölbe Fotos: Pfeiffer Ellermann Preckel
Die neuen Obergeschosse mauerten die Handwerker aus wärmedämmenden Hochlochziegeln auf
Ecke im Kreuzgang: Links geht es in den Südflügel mit den aus Beton rekonstruierten Kreuzgratgewölben, rechts geht es in den Ostflügel mit seinen zum Teil noch mit historischer Bemalung erhalten gebliebenen gotischen Kreuzrippengewölben Foto: Pfeiffer Ellermann Preckel
Den Dachstuhl über dem Ostflügel bauten die Zimmerleute als offenes Sparrendach aus mächtigen Eichenhölzern Foto: Christian Richters
Bericht aus der Tageszeitung „Thüringer Allgemeine“ / Ausgabe Kyffhäuser Allgemeine vom 17. März 2011
VOM FACH:. Was man als Konstruktionsmechaniker in der Apparate- und Behältertechnik-GmbH in Heldrungen lernt und tut, dazu gab gestern Betriebsleiter Christian Kablitz Leon Heiroth aus der Arterner Borlachschule und Christian Nordhause von der Regelschule Oldisleben gern Einblick. Foto: Petra Hellner